Muldentalbahn wieder öffentliche Bahnstrecke

Die Betriebsgenehmigung für Eisenbahnstrecke Glauchau-Großbothen und Rochlitz-Narsdorf wurde erteilt.

Am 10. April dieses Jahres erteilte das Sächsische Staatsministerium für
Wirtschaft und Arbeit der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH (DRE) die
Genehmigung zum Betreiben der Eisenbahninfrastruktur zwischen Glauchau und Großbothen sowie Rochlitz und Narsdorf. Damit sind diese beiden Abschnitte wieder öffentliche Eisenbahnstrecken. Die Genehmigung wurde für eine Zeitdauer von 20 Jahren erteilt.

Die Strecke wird nun in verschiedenen Teilstücken in Betrieb gehen. Für 2008
sind dies die Abschnitte Großbothen Sermuth Colditz, Colditz Rochlitz,
Rochlitz Narsdorf, Rochlitz Wechselburg, Amerika Penig sowie Penig
Glauchau. 2009 wird der Streckenabschnitt Wechselburg Amerika in Betrieb
genommen. Zum großen Bedauern der DRE ist die Infrastruktur im Bereich der Autobahnbrücke in Glauchau nicht befahrbar, so dass sich die Aufnahme des Verkehrs zwischen Glauchau und Penig am 27. April verschieben wird.

Ursache hierfür ist, dass durch die starken Regenfälle der Bahndamm
nunmehr einer größeren Reparatur unterzogen werden muss, um einen
sicheren Betrieb gewährleisten zu können. Da diese Störung nicht von der
DRE ausgeht, stehen Klärungsprozesse ins Haus.

Die Deutsche Regionaleisenbahn ist eine vom Deutschen Bahnkunden-
Verband e.V. (DBV) gegründete Eisenbahn. Der DBV ist Dachverband für die
Kunden der öffentlichen Verkehrsmittel. Ziel des Verbandes ist die Vertretung
der Interessen der Fahrgäste und Bahngüterkunden sowie der Erhalt von
Eisenbahnstrecken.

Die DRE hat das vorrangige Ziel, Strecken in der Fläche zu erhalten, also die
Stilllegung oder Entwidmung durch Trassensicherungsverträge zu verhindern.
Meist lassen sich diese Strecken dann für die verladende Wirtschaft
(Güterkunden) oder für den privaten Personenverkehr mit Partner aus
Kommunen, Verbänden und Unternehmen wirtschaftlich weiter betreiben.
Dafür hat die DRE seit ihrer Gründung bereits über 160 Strecken untersucht
und bewertet und knapp 800 Kilometer in Betrieb beziehungsweise in Besitz
genommen.

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