Multiresistente Keime im Krankenhaus Dresden-Neustadt

Im Krankenhaus Dresden-Neustadt sind multiresistente Keime aufgetaucht. Einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung vom Mittwoch bestätigte das Gesundheitsministerium in Dresden. Demnach sind sechs Patienten der Chirurgie betroffen. +++

Im Krankenhaus Dresden-Neustadt sind multiresistente Keime aufgetaucht. Einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung vom Mittwoch bestätigte das Gesundheitsministerium in Dresden. Demnach sind sechs Patienten der Chirurgie betroffen. Seit Sonntag gelte auf der Station ein Aufnahmestopp, hieß es.

Konkret geht es um Bakterien, die unter dem Kürzel MRSA bekannt sind: Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme.Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums werden viele Infektionen im Krankenhaus von diesen Staphylokokken verursacht. Sie besiedeln vor allem die Haut und die Schleimhäute. Die Besonderheit der MRSA-Bakterien besteht darin, dass sie oft gegen mehrere Antibiotikagruppen resistent sind. „MRSA stellen weltweit vor allem in Kliniken eine Gefahr dar. Besonders betroffen sind die chirurgischen Intensivstationen, Abteilungen für Brandverletzungen und Neugeborenenstationen“, heißt es in einer Information des Bundesgesundheitsministeriums.

MRSA-Stämme traten erstmals vor 50 Jahren und schon während der klinischen Erprobung des Antibiotikums Methicillin zunächst in England, in den nachfolgenden Jahrzehnten auch weltweit auf. Bis Mitte der 1990er Jahre tauchten die gefährlichen Keime fast ausschließlich in Krankenhäusern auf, seither auch im ambulanten Bereich.

Quelle: dpa

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