Museen verlieren Baselitz-Werke

Die Kunstsammlungen Chemnitz und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sehen sich Rückforderungen des weltbekannten Künstlers Georg Baselitz gegenüber.

Aus Protest gegen das geplante „Kulturgutschutzgesetz“ der Bundesregierung fordert der im sächsischen Kamenz geborene Künstler mehrere Dauerleihgaben zurück.

Mit dem Gesetz, das in offizieller Textfassung noch nicht vorliegt, sollen als „besonders schützenswert“ angesehene Kunstwerke offenbar mit Ausfuhr- und Verkaufsbeschränkungen belegt werden.

Einige Künstler wie Baselitz befürchten, dass ihnen dadurch Werke entzogen werden könnten.

Insgesamt besitzen die Kunstsammlungen Chemnitz mehr als 40 Baselitz-Werke, darunter viele Grafiken.

Von den Rückforderungen betroffen ist das Museum nur mit zwei Gemälden, die der Künstler im Jahr 2004 dauerhaft verlieh – das Bild „Rotgrüner“ aus dem Jahr 1965 und das Werk „Blick aus dem Fenster“ von 1981.

Auf dem Kopf stehende Portraits wie dieses gehören zum Markenzeichen von Georg Baselitz.

Die Kunstsammlungen hatten im Jahr 2003 einen „Baselitz-Raum“ eingerichtet.

In ihm befinden sich vier Gemälde und die Holzskulptur „Mondrians Schwester“.

Was mit dem Raum nach dem Verlust der zwei Bilder geschieht, ist noch unklar.

In Chemnitz befinden sich keine weiteren Baselitz-Gemälde, nur Grafiken, die aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit nicht dauerhaft ausgestellt werden können.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind vom Protest des 77-jährigen Malers noch stärker betroffen.

In den kommenden Tagen wird die Galerie „Neue Meister“ gleich zehn Werke an Georg Baselitz zurückschicken.

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