MusicMatch diskutiert Probleme der Clubkultur

Dresden – „MusicMatch“ das ist eine Mischung aus Konferenz und Festival in Dresden. Geplant sind Konzerte an drei Tagen ab dem 20. April. Das Line-Up legt einen Schwerpunkt auf Sachsen, hält aber auch internationale Branchengrößen bereit. Das besondere an dem Festival zur sächsischen Populärmusik und Clubkultur ist der Vernetzungs- und Austauschgedanke. Die Organisatoren wollen auf Probleme und Herausforderungen der regionalen Musikszene aufmerksam machen.

Aktuell läuft für das Organisationsteam des MusicMatchs die heiße Phase an: Kühlschränke werden befüllt, Stühle gerückt und Technik gecheckt. Drei Dresdner Clubs, über zwanzig Acts im Rahmen eines Festivals sollen Augen und Ohren für die Sächsische Musikszene öffnen. Ab dem 20. April öffnen Scheune, Groovestation und Ostpol im Rahmen des Netzwerktreffens und Musikevents Türen und Tore in der Neustadt. Nicht einmal zwei Minuten liegen die Hotspots des Festivals für Besucher von einander entfernt. Diese sollen beim MusicMatch nicht nur in den Genuss der musikalischen Leckerbissen von Düse, Kristin Amparo oder Eyla bei den Konzerten kommen. MusicMatch ist zugleich eine Konferenz, bei der Akteure der Musikszene, wie Booker, Bands und Musikliebhaber am Rand des Festivals ins Gespräch kommen können. ederführend für das Dresdner Musikfestival ist die Scheune in der Neustadt. Seit 65 Jahren ist sie ein bedeutender Teil der Clublandschaft in der Landeshauptstadt. Globalisierung, Digitalisierung und Medienwandel verändern auch das Geschäft der Party- und Konzertszene. Vor allem die fehlende Auseinandersetzung der lokalen Medienlandschaft mit neuen Künstlern erweist sich zunehmend als Problem für das DresdnerTraditionshaus. Für aktuelle Trends der Musikszene bleibt Dresden so allzu oft noch das Tal der Ahnungslosen.

Seit diesem Jahr wird MusicMatch durch die Kulturstiftung des Freistaates gefördert. Das gibt Anika Jankowski und ihrem Team Planungssicherheit auf die nächsten drei Jahre. So setzt sich das Festival für die Konferenz jedes Jahr neue Schwerpunkte – diesmal das Thema Club. 2011 wurde die einzige Musikmesse Sachsens „Pop-Up“ in Leipzig letztmalig aufgelegt. Seither fehlte der Sächsischen Popkultur ein Anlaufpunkt für den Brancheninternen Austausch. Daraus entwickelte sich im Nachgang die Idee zum Dresdner Musikfestival. Langfristig soll MusicMatch diese Lücke schließen.