MusicMatch will Sachsens Musikbranche aus der Versenkung heben

Dresden – Silbermond oder Kraftklub haben es gezeigt. Bands aus Sachsen können den Sprung auf nationale und internationale Bühnen packen. Deren Erfolg ist allerdings eher eine Ausnahme. Zum Mitdenken, Mitreden und Mitfeiern lädt das Festival Musicmatch in Dresden ein. Drei Clubs, über zwanzig Acts im Rahmen eines Festivals sollen Augen und Ohren für die sächsische Musikszene öffnen. 

„MusicMatch“ – das ist eine Mischung aus Konferenz und Festival in Dresden. Musikbegeisterte werden sich wohl vor allem auf die Konzerte an drei Tagen ab dem 20. April freuen. Das Line-Up legt einen Schwerpunkt auf Sachsen, hält aber auch internationale Branchengrößen bereit. Das besondere an dem Festival zur sächsischen Popularmusik und Clubkultur ist der Vernetzungs- und Austauschgedanke. Mit breiter Unterstützung aus der Branche will Organisatorin Anika Jankowski auf Probleme und Herausforderungen der regionalen Musikszene aufmerksam machen.

Sachsen gilt für Musikmachende als strukturarme Region. In anderen Bundesländern stehen Pop- und Rockbüros Nachwuchsbands beratend zur Seite; informieren über GEMA-Fragen oder helfen den Künstlern Kontakte zu knüpfen. Im Freistaat sind Akteure dieser Kreativszene bei vielen Entscheidungen nahezu auf sich allein gestellt.

Seit diesem Jahr wird MusicMatch durch die Kulturstiftung des Freistaates gefördert. Das gibt Anika Jankowski und ihrem Team Planungssicherheit auf die nächsten drei Jahre. So setzt sich das Festival für die Konferenz jedes Jahr neue Schwerpunkte – diesmal das Thema Club.

Seit 2011 wird die einzige Musikmesse Sachsens „Pop-Up“ in Leipzig nicht neu aufgelegt. Seither fehlte der Sächsischen Popkultur ein Anlaufpunkt für den Brancheninternen Austausch. Daraus entwickelte sich im Nachgang die Idee zum Dresdner Musikfestival. Langfristig soll MusicMatch diese Lücke schließen.