Musik überwindet Barrieren

Am Montagabend hat das „Traumkonzert“ das Publikum in der Chemnitzer Stadthalle begeistert.

Dabei sind Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam aufgetreten.

Bei der 2. Auflage des Traumkonzertes stand unter anderem der Chor „Kaleidoskop“ mit blinden und sehbehinderten Sängerinnen und Sängern auf der Bühne.

Außerdem spielte die integrative Band „Motus“ mit dem bekannten Jazz-Gitarristen Joe Sachse.

Großen Applaus erhielten zudem der Chor „ORFFeus“, bestehend aus Schülern mit Lernschwierigkeiten, die Cello-Kinder der Blindenschule, die „Rock-AG“ aus Limbach-Oberfrohna und der Gebärdenchor „Monael & Friends“.

Unterstützung bekamen alle Akteure von Musikern der Chemnitzer Robert-Schumann-Philharmonie.

Alle Texte der musikalischen Darbietungen wurden von Gebärdendolmetschern für gehöreingeschränkte Zuschauer übersetzt.

Gemeinsam wurden zahlreiche bekannte Pop- und Rocksongs aufgeführt.

Das „Traumkonzert“ wurde vor zwei Jahren zum ersten Mal von der Chemnitzer Behindertenbeauftragten Petra Liebetrau ins Leben gerufen.

Nach dem großen Erfolg ist die Fortsetzung mit noch mehr Teilnehmern gelungen.

Dafür haben die Organisatoren sowohl Fördermittel vom Freistaat Sachsen, als auch Unterstützung von Chemnitzer Unternehmen bekommen.

Die bei der Veranstaltung erzielten Einnahmen fließen an die am Konzert beteiligten integrativen Projekte.

Alle professionellen Künstler verzichteten auf eine Gage, genau wie der Überraschungsgast dieses Abends – Lisa Wohlgemuth. Die durch die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ bekannte gewordene Sängerin aus Annaberg-Buchholz heizte dem Publikum mit zwei Songs ein.

Doch auch ohne Starunterstützung wäre das „Traumkonzert“ für alle Mitwirkenden, sowie Zuschauer und -hörer, ein unvergessliches Erlebnis geworden – dass wurde auch beim großen Finale deutlich.

Da hieß es in der eingedeutschten Version des ABBA-Hits „Danke für die Musik“. Das nächste „Traumkonzert“ soll wieder in zwei Jahren stattfinden.