Musikschulneubau kommt, aber kleiner

Die Chemnitzer Musikschule platzt aus allen Nähten, in den letzten Jahren wuchs die Warteliste von 70 auf über 400 Anmeldungen in diesem Sommer.

Um diese Liste vollständig abzubauen, fehlt es sowohl an Honorarmitteln zur Einstellung neuer Lehrer, als auch an zusätzlichen Räumlichkeiten.

Für Musikschuldirektorin Nancy Gibson aber steht fest, Qualität hat ihren Preis.

Interview: Nancy Gibson – Musikschuldirektorin

Mit der Problematik der fehlenden Räume befasste sich der Stadtrat bereits 2009. Ein damals diskutierter Umzug in die ehemalige Karl-Liebknecht-Schule auf dem Brühl wurde aus Kostengründen verworfen.

Gleichzeitig mit dem Beschluss, die Einrichtung auf dem Kaßberg zu belassen, kam ein Ersatzneubau ins Gespräch, der bis heute auf sich warten lässt. Denn aufgrund fehlender Fördermittel kann das 3 Mio. Euro umfassende Bauvorhaben nicht wie ursprünglich geplant realisiert werden. Stattdessen ist derzeit ein neues Planungsverfahren in Arbeit.

Danach soll anstelle der desolaten Turnhalle ein Neubau entstehen, der als
Proben – und Konzertraum nutzbar ist.

Das 1,3 Mio. Euro teure Vorhaben soll durch Fördermittel des Landes und städtische Eigenmittel realisiert werden. Ob künftig auch die Schüler tiefer in die Tasche greifen müssen, ist dagegen noch unklar.

Interview: Nancy Gibson – Musikschuldirektorin

Start für die Baumaßnahme soll im Jahr 2012 sein. Einen Lichtblick für finanziell bessere Zeiten gibt es auch schon, denn der geplante Neubau soll so konzipiert sein, dass er zu späterem Zeitpunkt gegebenenfalls erweiterbar ist.

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