Muss die Dresdner Albertbrücke gesperrt werden? Das Statement von Dresdens Baubürgermeister

Eine Anfrage der Fraktion Die Linke bei der Stadtverwaltung hat ergeben, dass es derzeit keine Betriebserlaubnis für die marode Albertbrücke gibt. DRESDEN FERNSEHEN hat bei Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) nachgefragt. Mehr bei DF-Online. +++

In der letzten Stadtratssitzung am 11. Juli haben CDU und FDP gemeinsam mit Rechtsextremen und einem Stadtrat der Bürgerfraktion die Sanierung der völlig maroden Albertbrücke um ein Jahr verschoben. LINKE, Grüne und SPD hatten sich für einen schnellen Beginn der Bauarbeiten im September ausgesprochen.

Aufgrund der Verschiebung des Sanierungsbeginns mussten die bereits erfolgten Ausschreibungen für die Vergabe der Bauaufträge wieder aufgehoben werden. Auf eine schriftliche Anfrage des LINKE-Fraktionsvorsitzenden André Schollbach zu den Mängeln der Albertbrücke ging ihm folgende Antwort der Stadtverwaltung zu:

„Mit dem geplanten Baubeginn erschien der weitere Betrieb bislang noch möglich, weil dieser Baubeginn September 2013 als Sofortmaßnahme gewertet werden durfte. Nach Aufhebung der Ausschreibung entfällt die Rechtsgrundlage für den weiteren Betrieb.“

DRESDEN FERNSEHEN hat bei der Stadt nachgefragt. Lesen Sie hier die Antwort von Dresdens Baubürgermeister Jörn Marx (CDU):

„Aufgrund der aktuellen Beschlusslage sind Umplanungen notwendig. Ziel der
Landeshauptstadt ist, trotz des Bauzustandes der Brücke, eine Sperrung bzw.
eine weitere Teilsperrung der Albertbrücke für den Verkehr zu verhindern.

Die aktuelle Zustandsnote 4 erfordert, um die Brücke in Nutzung zu halten,
laut RI-EBW-Prüf Einleitung von Sofortmaßnahmen.

Als geeignete Sofortmaßnahmen wurden durchgeführt:

·        Beseitigung massiver Verwerfungen am Fahrbahnrand (ca. 7000 Euro),
·        prov. Sicherung der Entwässerung ca. 3000 Euro,
·        Beseitigung absturzgefährdeter Teile in den Schifffahrtsöffnungen (11.115 Euro),
·        Beseitigung absturzgefährdeter Teile in den Schifffahrtsöffnungen in den Vorlandbereich  (2000 Euro).

Mit den vorgenannten Maßnahmen wurden die gravierendsten Mängel behoben.
Die dauerhafte Nutzbarkeit der Brücke kann damit nicht garantiert werden.

Deshalb sind zur Aufrechterhaltung des Betriebes regelmäßige mindestens
vierteljährige Besichtigungen und Sonderprüfungen erforderlich. Im Ergebnis
dieser können weitere Maßnahmen erforderlich werden.“, so Baubürgermeister Jörn Marx gegenüber DRESDEN FERNSEHEN.

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