Mysteriöser Anruf aus Telefonzelle in Chemnitz

Zu einem Polizeieinsatz kam es am Mittwoch an der Bernsdorfer Straße.

Beim Polizeinotruf ging gegen 10.45 Uhr der Anruf einer unbekannten Person ein. Der Text des Anrufs war für den entgegennehmenden Beamten aufgrund undeutlicher Aussprache des Anrufers und starker Nebengeräusche schwer verständlich. Nach dem mehrmaligen Abhören der Notrufaufzeichnung konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine Bombendrohung handelte.

Der Münzfernsprecher an der Ecke Bernsdorfer Straße/Ulbrichtstraße, von dem der Anruf kam, konnte lokalisiert werden. Der Bereich wurde abgesperrt und durch einen Sprengstoffhund abgesucht. Verdächtige Gegenstände kamen nicht zum Vorschein. Zudem kam ein Fährtenhund zum Einsatz, der eine Spur aufnahm, die bis zu einem Raucherplatz in der Nähe der Heinrich-Heine-Schule und des Goethe-Gymnasiums am Verbindungsweg von der Bernsdorfer Straße zum dortigen Wohngebiet führte. Dort legte sich der Fährtenhund ab, Personen waren nicht vor Ort.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen. Der Notrufmitschnitt wird durch Spezialisten weiter ausgewertet. Es werden Zeugen gesucht, die am 19.08.2009, in der Zeit von 10.30 Uhr bis 10.50 Uhr im Bereich des Münzfernsprechers Bernsdorfer Straße/Ulbrichtstraße Personen wahrgenommen haben, die mit dem Notruf in Verbindung stehen könnten. Hinweise erbittet die Polizei unter Tel. 0371 387-2319.

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