Nach 13 Monaten im All schlüpfen erstmals lebensfähige Tiere

Die „Ostereier“ aus Chemnitz sind aus dem Weltraum zurück. Aus den sogenannten Dauereiern (80 Jahre alt) des Rückenschilkrebses sind nun nach einem 13 monatigem Aufenthalt im All lebensfähige Tiere geschlüpft.  +++

 

Was passiert mit Eiern des Rückenschildkrebses (Triops), wenn sie über ein Jahr im Weltraum zubringen? Diese Frage stellten sich Wissenschaftler des Naturkundemuseums Chemnitz im Rahmen des Forschungsprojektes BIORISK und fanden jetzt die Antwort: Nach 13 Monaten im Außenbereich der Weltraumstation ISS (von August 2011 bis September 2012) schlüpften aus den so genannten „Dauereiern“ (etwa 80 Jahre alt) erstmals lebensfähige Tiere.

Es ist fast unglaublich, aber der Großteil der Krebseier überlebte die unwirtlichen Bedingungen im All (Schwerelosigkeit, ionisierende Strahlung und extreme Temperaturschwankungen)  ohne sichtbare Blessuren, so Frau Dr. Thorid Zierold. Die Chemnitzer Wissenschaftlerin nimmt an, dass die aus mehreren Schichten bestehende Eihülle wie ein Schutzschild wirkt.

Frau Dr. Zierold will nun klären, ob sich aus den Larven fortpflanzungsfähige Tiere entwickeln. Sicher werden die Wissenschaftler am Museum für Naturkunde Chemnitz auch darauf Antworten finden, auch wenn das vielleicht noch einige Zeit dauert. Es ist das erste Experiment dieser Art im Rahmen der Grundlagenforschung mit der über 220 Millionen Jahre alten Tiergruppe.   

Quelle: Audiovision Chemnitz