Nach Angriff in Halle verstärkter Schutz jüdischer Einrichtungen in Sachsen

Dresden - Nachdem ein rechtsextremer Attentäter in Halle zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt hat, ist auch die jüdische Gemeinde Dresdens in Aufregung. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben sich nun Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU), sowie Vertreter der jüdischen Gemeinde und sächsischen Polizei geäußert.

Innenminister Wöller betont die Wichtigkeit des Kampfes gegen Rechtsextremismus und schließt sich der AfD-Kritik seines bayrischen Kollegen Joachim Hermann (CSU) an: "Aus Worten werden irgendwann Taten. Es ist wichtig, dass sich solche Leute deutlich distanzieren und nicht Seit' an Seit' mit den Extremisten mitmarschieren, wie in Chemnitz." Der sächsische Polizeipräsident Horst Kretzschmar benennt die Tat als Angriff auf die Religionsfreiheit. Die Polizei werde nun verstärkt jüdische Glaubenseinrichtungen schützen. Bis in der Synagoge wieder Normalität einkehrt wird noch einige Zeit vergehen. Die jüdische Gemeinde Dresdens will sich von dem Angriff jedenfalls nicht verängstigen lassen, denn wenn man der Angst nachgebe habe der Täter doch noch gewonnen.