Nach Bombenfund: Darum dauerte die Evakuierung so lang

Leipzig - Am frühen Dienstagmorgen wurde im Leipziger Norden eine 250 kg schwere Britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Im Zuge dessen kam es zu einer großflächigen Evakuierungsmaßnahme die sich über einen langen Zeitraum erstreckte.  

Nach insgesamt 9 Stunden konnten die rund 9000 Menschen komplett evakuiert werden, sodass die Bombe dann um 04:30 Uhr entschärft werden konnte. Ein Grund der Verzögerung war, dass sich einige Betroffene weigerten Ihre Wohnung zu verlassen. Nachdem die Bewohner aus der Gefahrenzone gebracht werden konnten, dauerte es auch ca eine Stunde bis die jeweiligen Einsatzkräfte in Sicherheit gebracht waren. Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren in und um Leipzig Bomben gefunden und entschärft. Auch zukünftig kann es immer wieder Blindgänger geben, die bei Bauarbeiten ans Tageslicht kommen. 

In diesem Fall wünscht sich Polizeisprecher Uwe Voigt, dass die Anwohner die Einsparungsmaßnahmen in Zukunft ernster nehmen und kooperativer mit der Polizei sind. Die rund 9000 betroffenen Menschen konnten noch in der Nacht bzw. am frühen Morgen wieder zurück in ihre Wohnungen. An der Entschärfung beteiligt waren insgesamt mehrere Hundert Einsatzkräfte.