Nach CleverShuttle-Aus in anderen Städten: Wie geht es in Sachsen weiter?

Leipzig/Dresden - Nach dem Aus von CleverShuttle in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart läuft der Betrieb in Leipzig unverändert weiter. Mehr noch: mit der Entwicklung in Leipzig sei man "hochzufrieden", so ein Unternehmenssprecher.

Nicht rentabel, starke Konkurrenz, zu hohe bürokratische Auflagen: Der RidePooling-Dienst CleverShuttle hat seinen Betrieb in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart ab sofort eingestellt. Was bedeutet das aber für die Standorte Leipzig und Dresden? Hier sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben keine Probleme.

Im Gegenteil: Man sei froh über die Entwicklung und peilt für dieses Jahr sogar eine schwarze Null an. Auch für Dresden gebe es eine positive Entwicklung.

Seit Frühjahr 2016 ist CleverShuttle in Leipzig aktiv; in Dresden erfolgte der Start vor knapp einem Jahr. Die Mehrheit an dem Start-up hatte im September 2018 die Deutsche Bahn übernommen. Das Unternehmen stockte seinen Anteil von 20 auf 79 Prozent auf, weil die Daimler AG ihre Anteile verkauft hatte.

© Leipzig Fernsehen

Für die Expansion in neue Städte setzt die Bahn auf Kooperationen und gründet jeweils lokale Joint-Ventures. In Leipzig und Dresden ist das die Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft (LVDG), die zur Madsack-Mediengruppe gehört.

Leipzig war deutschlandweit der erste Standort, an dem CleverShuttle an den Start ging. Hier habe das Unternehmen die benötigte Lizenz besonders unproblematisch erhalten, heißt es. In den vergangenen Jahren ist die Flotte auf nun 64 Fahrzeuge gewachsen - mehr ist durch die Stadt aber auch nicht gestattet.