Nach Debatte um Pegida-Nähe: LKA-Angestellter nimmt seinen Hut

Dresden - "Sie begehen eine Straftat" - mit dieser Äußerung hat ein LKA-Angestellter aus Sachsen bundesweite Bekanntheit erlangt. Im Nachgang zur Teilnahme am Demonstrationsgeschehen beim Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden, haben sich das Landeskriminalamt und der Angestellte geeinigt, getrennte Wege zu gehen.

Im Nachgang zum Demonstrationsgeschehen vom 16. August 2018 hat es nunmehr im Landeskriminalamt ein Gespräch mit dem Tarifbeschäftigten und seinem Anwalt gegeben. Dem Beschäftigten wurde Gelegenheit gegeben, seine Sicht auf den Sachverhalt darzustellen. Mit seiner Zustimmung wird der Beschäftigte bis auf Weiteres eine andere, adäquate Tätigkeit außerhalb der Polizei Sachsen wahrnehmen. Die Abordnung wird zum 3. September 2018 wirksam. Weitergehende Informationen können aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erteilt werden.

 

© Sachsen Fernsehen

Als "Hut-Bürger" ist der Mann unfreiwillig vor allem im Netz prominent geworden. In der Dresdner Neustadt wurde ihm sogar ein Graffiti gewidmet. Der Mann hatte im Zuge des Besuches von Bundeskanzlerin Angela Merkel an einer Demonstration von AfD und PEGIDA teilgenommen. Er hatte sich verbal gegen das Filmen des "Frontal 21"- Kamerateams gewehrt. Daraufhin wurden die Journalisten in einer Polizeikontrolle 45 Minuten lang von ihrer Arbeit abgehalten. Das Verhalten hatte scharfe Kritik ausgelöst.

Artikel erstellt von: Jonathan Wosch