Nach Dresdner Nazi-Demo: Rechte ziehen durch Pirna und Gera

Nachdem die Linken den Nazimarsch in Dresden am 13. Februar gestoppt haben, kam es auf der Heimreise der Rechtsextremen zu Krawallen. Mehr als 180 Festnahmen. Nazi-Mob demolierte SPD-Büro in Pirna. +++

Rund 400 Neonazis haben sich in Pirna versammelt und randaliert. Die Sachschaden ist unbekannt.

Aus der aktuellen Pressemitteilung der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag:

Frustrierter Nazi-Mob demoliert SPD-Büro in Pirna:
Sicherheitskonzept weiterentwickeln, Kampf gegen Rechts entschlossen fortführen!

„Nach der gescheiterten Demo in Dresden zog gestern ein frustrierter Nazi-Mob marodierend durch Pirna. Unter anderem demolierten sie das Bürgerbüro der SPD-Landtagsabgeordneten Dagmar Neukirch. Auch an anderen Orten – zum Beispiel im thüringischen Gera – machten die Nazis ihrem Unmut Luft.

Der gestrige Polizeieinsatz in Dresden war zwar vorbildlich. Aber die Ereignisse in Pirna und andernorts machen deutlich, dass das Sicherheitskonzept weiterentwickelt werden muss. Es reicht eben nicht aus, die braunen Horden nur in Dresden in Schach zu halten. Auch die Heimreise der Rechtsextremisten muss besser abgesichert werden und neuralgische Orte müssen besser geschützt werden. Schon im letzten Jahr erlebten wir nach den Demos in Dresden brutale Gewaltexzesse. Nazi-Gegner auch nach dem Großeinsatz in der Landeshauptstadt besser zu schützen, bleibt also eine Herausforderung, der wir noch besser gerecht werden müssen.

Und noch etwas machen die Nazi-Krawalle in Pirna deutlich: Vielerorts denken die Rechtsextremisten noch immer, Herren der Straße zu sein. Das darf nicht sein! Neben einem wirksamen Sicherheitskonzept müssen wir den Kampf gegen Rechtsextremismus, Hass und Gewalt kontinuierlich und entschlossen fortführen.“

Quelle: SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag

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