Nach Flüchtlings-Drama an EU-Außengrenze – „Pushback“ Unwort des Jahres

Sachsen - In 2021 war der illegale Grenzübertritt an der deutsch-polnischen Grenze aus BELARUS häufig Thema in Sachsen. So häufig, dass sich das Unwort des Jahres 2021 darauf bezieht - "Pushback".

Das Unwort des Jahres 2021 ist "Pushback". Das hat die Jury der Aktion am Mittwoch bekanntgegeben. "Pushback" stammt aus dem Englischen und bedeutet wortwörtlich übersetzt "zurückdrängen, zurückschieben". Das Wort bezieht sich auf das Zurückdrängen von geflüchteten Menschen an den Grenzen. Hilfesuchende werden daran gehindert, ein EU-Land zu betreten.

Dieses Wort wurde von der Jury, bestehend aus Sprachwissenschaftlern und einer Journalistin, kritisiert, da es einen menschenfeindlichen Prozess beschönige. Mit der Wahl dieses Wortes soll für einen unangemessenen Gebrauch von Sprache sensibilisiert werden. Die sprachkritische Aktion basiert auf der Mitwirkung der Bevölkerung. Jede Person kann bis zum Ende eines Jahres schriftlich Unwörter nominieren, aus denen die Jury nach Diskussion auswählt.