Nach Freiwilligendienst in Sachsen gestrandet

Sachsen - Joshua Chris aus Papua-Neuguinea kann aktuell nicht in seine Heimat fliegen. Grund ist die Corona-Krise und das Einreiseverbot. Deshalb ist er gezwungen bis auf weiteres in Dresden zu bleiben. Hier ist er seit etwa einem Jahr in den Weißiger Werkstätten der Evangelischen Behindertenhilfe Dresden tätig. Er kam im Rahmen des Süd-Nord-Freiwilligenprogramms des Leipziger Missionswerks nach Deutschland.

Nach dem Freiwilligendienst wollte er nach Papua-Neuguinea zurückkehren und seiner Arbeit als Kartoffelbauer nachgehen. Daraus wird aber so schnell nichts. Trotzdem macht er das Beste aus seiner aktuellen Situation und unterstützt die Evangelische Behindertenhilfe in Dresden-Weißig. "Zuerst war geplant, dass ich zurück gehe, wenn mein Freiwilligendienst zuende ist. Und ich habe mich sehr darauf gefreut. Danach habe ich gehört, dass es auf Grund des Corona-Virus, ein Problem mit meinem Flug gibt. Also konnte ich nicht zurück und und war ein bisschen traurig. Aber jetzt wird es besser", erklärt der 24-Jährige. 

Die Zeit in Deutschland, hat ihn in vielerlei Hinsicht geprägt. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind für ihn beispielsweise kaum noch wegzudenken. Vor allem aber die Arbeit mit den Menschen mit Handicap in den Weißiger Werkstätten hat ihm Freude bereitet. Für die Zeit nach Corona hat er auch schon Pläne. "Ich denke, ich werde in Papua Neuguinea wieder als Bauer arbeiten. Es war sehr interessant hier in Dresden mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten. Für mich ist das sehr wichtig und sehr schön. Aber in meinem Heimatland gibt es so etwas nicht. Viele Menschen mit Handicap werden verstoßen und niemand kümmert sich um sie. Wenn ich zurück komme, wird dies auch eine Mission für mich sein."

So wie Joshua geht es derzeit noch drei anderen Freiwilligen aus Papua Neuguinea und Indien. Sie werden bis auf Weiteres in ihren Einsatzstellen in Leipzig, Markkleeberg und Dresden auf ihren Rückflug warten.