Nach Protesten: Sächsische Regierung reagiert auf steigende Asylbewerberzahlen

Die Landesregierung hat den Kommunen am Montag auf einer Asyl-Konferenz Unterstützung bei der Integration von Flüchtlingen zugesagt. Damit reagiert sie auf die Flüchtlingsproblematik und die steigende Protestwelle. Mehr Informationen bei DF-Online.+++

Auf einer Asyl-Konferenz hat die Staatsregierung am Montag mehr Hilfe für Sachsens Kommunen bei der Integration von Flüchtlingen zugesagt. Die Sächsische Gleichstellungs- und Integrationsministerin Petra Köpping und Innenminister Markus Ulbig haben die Ergebnisse am Dienstag vorgestellt. Unter anderem ein neuer Asyl-Ausschuss und mehr Sprachangebote sollen die Integration der Flüchtlinge verbessern. Doch ist die Integration der Asylsuchenden eine gesellschaftliche Aufgabe, so Petra Köpping.

Gegen steigende Asylbewerberzahlen und neue Heime hat sich in den letzten Wochen eine Protestbewegung entwickelt. Als „Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes“, kurz „Pegida“ kommen in Dresden immer mehr Menschen zusammen. Allein am vergangen Montagabend liefen 5500 Demonstranten durch die Dresdner Innenstadt.

Um die Aufmerksamkeit auf die Schicksale der schutzsuchenden Menschen zu lenken, setzen die Städte im Freistaat auf Aufklärung und Dialog.

Dresden hat am Montagabend über Fragen und rechtliche Hintergründe zum Thema Asylverfahren in Deutschland informiert. Die Teilnehmer scheinen sich einig, warum die neuen Protestbewegungen entstanden sind und wie man damit umgehen kann.

Rund 11.000 Flüchtlinge werden in Sachsen in diesem Jahr erwartet. Bei vier Millionen Einwohnern sind das gerade mal 0,2 Prozent der Bevölkerung.

Weitere Informationen zur Asyldebatte, Impressionen der Pegida vom 24.11.2014, sowie Statements von Markus Ulbig, Petra Köpping und Dresdner Bürgern sehen Sie im Video!



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