Nach Schießerei – Rockermitglieder wegen Mordes angeklagt

Leipzig – Nach den tödlichen Schüssen auf der Eisenbahnstraße vom 25. Juni 2016 hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen gemeinschaftlichen Mordes erhoben. Die Anklage richtet sich dabei gegen vier Männer im Alter zwischen 30 und 45 Jahren.

Einem der Männer wird zudem versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Das teilte Staatsanwalt Ricardo Schulz am Donnerstag mit. Der 31-Jährige Angeschuldigte soll im vergangenen Juni auf Mitglieder einer rivalisierenden Rockergruppe geschossen haben und dabei drei Männer schwer verletzt, einen von ihnen tödlich getroffen haben.

Die Staatsanwaltschaft geht weiterhin davon aus, dass alle Beschuldigten am betreffenden Tag absichtlich die Auseinandersetzung zu den Rivalen gesucht hätten, um sich für einen vorherigen Übergriff der Gruppe zu rächen. Weitere Informationen zur Tat teilte die Staatsanwaltschaft bisher nicht mit – diese sollen erst an den Verhandlungstagen erörtert werden.

Wann die Verhandlungen stattfinden werden steht noch nicht fest. Laut Landgericht werden die Anklagen zunächst an die Beschuldigten übermittelt, die dann die Möglichkeit haben sich zu den Vorwürfen zu äußern. Vor April ist demnach kein Termin denkbar.