Nach Thor-Steinar-Skandal: TU beendet Vertrag mit Sicherheitsfirma

Beim Fußballkino hinterm Hörsaalzentrum hatte ein Mitarbeiter einen Gürtel der rechten Marke getragen. Die Veranstalter distanzieren sich, eine neue Partnerfirma wird geprüft. +++

 
 
Als ein Ort, an dem gemeinschaftlich dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2012 entgegengefiebert werden kann, war das Gelände mit der großen Leinwand hinter dem Hörsaalzentrum der TU Dresden gedacht. Um die Sicherheit der Gäste gewährleisten zu können, wurde ein externes Sicherheitsunternehmen beauftragt. Bereits mehrere Jahre arbeiteten die Verantwortlichen mit dieser Firma zusammen, noch nie ist etwas passiert. Bei einem Spiel am Wochenende bemerkten jedoch einige der Studenten bei einem der Mitarbeiter der Sicherheitsfirma, dass dieser gut sichtbar einen Gürtel des rechtsextremen Labels „Thor Steinar“ trug.
„Anstatt sich direkt an den Veranstalter zu wenden und diese unsägliche Situation dadurch schnellstmöglich zu beenden, zog es die Stura vor, eine Pressemitteilung zu verfassen. So wurden die Verantwortlichen des Public Viewings erst durch den heutigen Abdruck der Pressemitteilung in einer Dresdner Tageszeitung darauf aufmerksam und sahen sich mit den Vorwürfen konfrontiert“, erklärt Pressesprecher Peter Dyroff.
 
„Wir haben uns seit vielen Jahren auf die Sicherheitsfirma, die auch bislang den Hut aufhatte, verlassen können. Die Zusammenarbeit war stets gut. Bei größeren Veranstaltungen wie diesen ist es nun einmal nicht möglich, intern alles zu händeln. Auch ich persönlich bin ja ein  geoutsourcter Pressesprecher. Die ‚MEDIENKONTOR Dresden GmbH‘, durch mich in Persona vertreten, wurde mit der Pressearbeit des Public Viewings beauftragt. Ähnlich wurde auch mit dem Sicherheitsunternehmen verfahren. Noch im Laufe des heutigen Tages zog der herbeigerufene Geschäftsführer dieses Unternehmens seine Schlüsse aus den offensichtlich zur Schau getragenen politischen Neigungen seines Mitarbeiters. Die Veranstalter, die das Public Viewing organisieren, distanzieren sich zudem ganz klar von rechtsextremem Gedankengut und werden eine andere Sicherheitsfirma beauftragen, die im Vorfeld nochmals explizit geprüft wird“, so Dyroff.
 
Ein weiterer Aspekt, dem hinsichtlich dieser Problematik Beachtung geschenkt werden sollte, ist das an den spielfreien Tagen auf dem gleichen Areal stattfindende „Festival contre le racisme“. „Mit dieser Zusammenarbeit stellen die Organisatoren des Public Viewings ganz unmissverständlich klar, dass bei ihnen Rassismus keine Chance hat“, so Pressesprecher Dyroff abschließend.

Quelle: Medienkontor

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!