Nach verpatztem Aufstieg: Wie geht es weiter bei RB Leipzig?

Aller Guten Dinge sind drei… Im Falle von RB Leipzig stimmt das wohl nicht ganz. Denn die Roten Bullen müssen in der kommenden Saison bereits zum dritten Mal in der Regionalliga antreten. +++

Nach dem unglücklichen 2:2-Unentschieden gegen die U23 aus Wolfsburg hat RB Leipzig auch die rechnerischen Chancen auf den Aufstieg verspielt. Und das, obwohl der Spitzenreiter aus Halle beim ZFC Meuselwitz unerwartet gepatzt hatte.

Trotzdem reicht es nun nicht mehr. Die Tabelle spricht dabei eine deutliche und – aus RB-Sicht traurige – Sprache. Mit 72 Punkten liegen die Roten Bullen auf Platz drei. Und werden die Saison dort auch beenden.

Für ein Interview stand beim Verein heute diesbezüglich niemand zu Verfügung. Weder der Trainerstab noch die Spieler wollten bzw. durften sich äußern. Man hält dicht bei RB.

Generell reagiert man beim sonst so medienpräsenten Verein seit kurzem äußerst dünnhäutig auf Fragen zum Aufstieg. Man braucht Zeit dafür, wird immer wieder gesagt. Zeit, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Doch hatten Sie davon nicht bereits genug? Müssen sich die Roten Bullen eben gerade deshalb die Frage gefallen lassen, wie es sein kann, dass ein Verein mit Bundesliga-Voraussetzungen noch immer in der 4. Liga spielt?

Über dem ganzen Projekt RB Leipzig scheint schon seit dem letzten Jahr das Damokles-Schwert des Abbruchs zu stehen. Denn wie bei jedem Club, der in die Bundesliga will und einen finanzkräftigen Mäzen im Rücken hat, heißt es, Profit zu erwirtschaften. Und der ist in der Regionalliga eben nicht zu machen.

Fakt scheint also zu sein: Gelingt den Roten Bullen auch in der dritten Saison hintereinander der Aufstieg nicht, wird es eng, Ausreden für das Versagen zu finden. Denn wie haben wir anfangs gelernt: Bei RB sind aller guten Dinge eben nicht drei.