Nach Wächterhäusern nun auch Wächterläden in Leipzig

Die Idee der „Wächterhäuser“, d. h. die Erhaltung unsanierter, leer stehender Häuser durch innovative Nutzer aufgrund einer Gestattungsvereinbarung mit dem Eigentümer, wird seit 2004 in Leipzig und inzwischen auch in anderen deutschen Städten erfolgreich umgesetzt.

Nun hat der Verein HausHalten e. V., der das Projekt Wächterhäuser entwickelte und betreut, mit der Realisierung einer neuen Idee begonnen: Im Auftrag und mit Unterstützung des ASW wirbt er für „Wächterläden“. Finanziert wird das Vorhaben aus dem Programm „Stadtumbau Ost“, Programmteil Aufwertung. Bei dem Projekt „Wächterläden“ geht es um die Nutzung bisher leer stehender Ladenlokale, vor allem an der Georg-Schumann-Straße, der Georg-Schwarz-Straße und der Eisenbahnstraße. Die ersten Verträge sind bereits unterzeichnet: In der Eisenbahnstraße 91 will der Durchblick e. V. ein Ladenlokal als Galerie für Werke behinderter Künstler nutzen, und den ehemaligen Blumenladen Georg-Schwarz-Straße 14  will eine amerikanische Künstlerin in eine Fundgrube für Kunstobjekte der DDR-Zeit verwandeln.

Das Prinzip ist das gleiche wie bei den „Wächterhäusern“: Leere Ladengeschäfte – und damit auch die Straßen, in denen sie liegen – sollen belebt werden, indem Existenzgründer, Kreative und Selbstständige die Möglichkeit erhalten, hier zu günstigen Konditionen ihre Vorstellungen zu verwirklichen. Das finanzielle Risiko ist gering und die Mietvertragsbindung ist auf Wunsch kurz. Der Verein HausHalten vermittelt die Angebote. Unternehmern, die ein Geschäft gründen oder ausweiten wollen, bietet das Projekt gute Chancen.

Die nächsten Besichtigungstermine, die angebotene Objekte und die von Laden zu Laden variierenden – aber immer sehr günstigen – Konditionen sind auf www.haushalten.org unter „Wächterläden“ zu finden. Für Rückfragen stehen die Mitarbeiter des Vereins per Mail unter info@haushalten.org und telefonisch unter 0341 241 98 79 zur Verfügung.