Nach Wahl-Anfechtung in Markranstädt: Jens Spiske tritt Amt frühestens Mitte November an

Die Bürgermeisterwahl in Markranstädt liegt bereits einige Wochen zurück. Dennoch schlägt der Wahlsieg von Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) immer noch hohe Welle. Nachdem seine Wahl angefochten wurde, tritt er sein Amt nun frühestens Mitte November an. +++

Auf seiner Facebook-Seite schrieb Spiske:
„Eine turbulente Woche liegt hinter mir. Ich habe unter anderem Einsicht in die Akten der Wahlanfechtung genommen. Nur so viel: Ich mache mir keine Sorgen. Die Argumente der Bürgerinnen und Bürger sind aus deren Sicht nachvollziehbar, aber aus meiner Sicht im Wesentlichen unter „normaler Wahlkampf“ abzuhaken. Nicht normal ist allerdings, wenn Drohanrufe bei Wählerinnen und Wählern eingegangen sein sollten. Dieser Vorwurf wird seitens des LRA sehr ernst genommen und intensiv ermittelt werden. Aber auch hier bin ich sicher, dass die FWM damit nichts zu tun haben. Also haben wir noch ein wenig Geduld. Mein Amtsantritt kann in der Folge erst frühestens Mitte November erfolgen.“

Auslöser für die Wahlanfechtung durch Markranstädter Bürger sollen die von den Freien Wähler gestellten „30 goldenen Fragen“ gewesen sein. Das gab Hans-Jürgen Berg, Stadrat der Linken in Markranstädt, ebenfalls auf dem sozialen Netzwerk bekannt:
„Wie zu erfahren war, sollen die „30 goldenen Fragen“ der Freien Wähler an die Bürger Markranstädts ein Grund für die Wahlanfechtung sein. Wie können Fragen zu einer Anfechtung führen? Sicher, die Fragen waren provokant. Aber stellten sie eine direkte Wählerbeeinflussung dar? Die Fragen konnte doch jeder Wähler frei für sich beantworten. Die Bürger wurden aufgefordert zur Wahl zu gehen, wenn sie die Fragen nachvollziehen können. Mehr nicht. Über 60 Prozent sind zur Wahl gegangen. Wo sollen denn hier böse Verleumdungen erfolgt sein?“