Nach Zugunglück bei Bad Lausick – Klage gegen Transporterfahrer erhoben

Die Leipziger Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit dem schweren Zugunglück nun ein Ermittlungsverfahren gegen den 29-jährigen Transporterfahrer eingeleitet. Der Mann muss sich wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. +++

Nach den ersten Erkenntnissen hatte der aus dem Landkreis Mittelsachsen stammende Mann an einem Bahnübergang einen Auffahrunfall verursacht, in dessen Folge ein PKW auf die Gleise geschoben worden war.

Der 64-jährige Fahrer konnte sich mithilfe des 29-jährigen Transporterfahrers aus seinem Fahrzeug befreien, ehe es mit dem heran nahenden Regionalexpress kollidierte und dabei vollständig zerstört wurde.

Der erste von vier Wagen des Zuges der Linie RE6 kippte bei dem Zusammenstoß auf ein angrenzendes Feld, die drei weiteren Waggons wurden aus den Schienen gehoben.
Bei dem Unfall wurden insgesamt 21 Menschen zum Teil schwer verletzt.

Die umfangreichen Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Weitere Angaben zu den mutmaßlichen Einzelheiten des gesamten Unfallgeschehens können daher derzeit noch nicht gemacht werden, so die Staatsanwaltschaft Leipzig.