Nachtcafés wieder geöffnet

“Die Nachtcafés der Kirchgemeinden und der Heilsarmee stellen eine gute Ergänzung zu den regulären Übergangswohnheimen der Stadt Dresden dar“, erklärt Sozialbürgermeister Martin Seidel. +++

Im bevorstehenden Winterhalbjahr haben die ökumenischen Wohnungslosen-Nachtcafés der Kirchgemeinden und der Heilsarmee wieder geöffnet. Sie bieten wohnungslosen Menschen ab 18 Jahren ohne besondere Vorbedingungen eine warme und freundliche Aufenthaltsmöglichkeit. Die Nachtcafés sind seit 1. November bis Ostersonntag, 31. März 2013 geöffnet.
„Die Nachtcafés der Kirchgemeinden und der Heilsarmee stellen eine gute Ergänzung zu den regulären Übergangswohnheimen der Stadt Dresden dar“, erklärt Sozialbürgermeister Martin Seidel. „Mit der Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer leisten die Kirchen einen wertvollen Beitrag, um wohnungslosen Menschen in Dresden beizustehen. Daher unterstützt die Stadt gerne dieses zusätzliche Angebot im Winterhalbjahr.“

Die Nachtcafés richten sich an wohnungslose Menschen, die in der kalten Jahreszeit eine nächtliche Aufenthaltsmöglichkeit als Schutz vor Erfrierung und Unterkühlung suchen. Geöffnet ist jeweils eines der Nachtcafés von abends 20 Uhr bis zum nächsten Morgen 7 Uhr. Der Einlass ist bis 24 Uhr möglich. Abhängig von den jeweiligen Raumverhältnissen können 15 bis 25 Besucher im Warmen sicher die Nacht verbringen.

Neben einem schützenden Dach über dem Kopf bieten die Nachtcafés die Möglichkeit der gemeinsamen Begegnung und des Austauschs. Die Wohnungslosen erhalten warme Getränke, eine warme Mahlzeit sowie gemeinsames Frühstück. In einigen Nachtcafés besteht die Möglichkeit zu duschen und Wäsche zu waschen und trocknen zu lassen. Die Wohnungslosen werden von einer Dresdner Ärztin ehrenamtlich medizinisch betreut. Darüber hinaus sind alle vier Wochen eine Fußtherapeutin und eine Friseurmeisterin vor Ort, um die Wohnungslosen ehrenamtlich zu unterstützen. Für den Aufenthalt leisten die Besucher einen symbolischen Beitrag in Höhe von 1 Euro.

Mit dem Angebot wechseln sich wie folgt vier evangelische und zwei katholische Kirchgemeinden sowie die Heilsarmee ab:

-Montag: Evangelische Dreikönigskirche / Nähe Albertplatz, An der Dreikönigskirche 12
-Dienstag: Evangelisches Gemeindehaus Laubegast / Haltestelle Hermann-Seidel-Straße, Hermann-Seidel-Straße 3, Linie 4 und 6, Telefon: (03 51) 2 51 53 32
-Mittwoch: Katholische Pfarrei St. Franziskus Xaverius ‒ St. Marienkirche, Stauffenbergallee 9 h, Telefon: (03 51) 5 63 40 30
-Donnerstag: Evangelisches Gemeindehaus Loschwitz / Nähe Körnerplatz, Grundstraße 36, Telefon: (03 51) 2 15 00 50
-Freitag: Evangelische Zionskirche / Nähe Nürnberger Ei,         Bayreuther Straße 28, Telefon: (03 51) 4 71 70 60
-Sonnabend: Die Heilsarmee / Ecke Lohrmannstraße, Reicker Straße 89, Straßenbahn-Linien 9 und13, Bus-Linien 65, 74, 85, 86, Telefon: (03 51) 3 17 92 46
-Sonntag: Katholische Pfarrei St. Petrus / Nähe Pit-Stop, Dohnaer Straße 53, Telefon: (03 51) 27 03 90

Um das Angebot der Nachtcafés aufrechtzuerhalten, sind die Gemeinden auch in diesem Winter wieder auf die Hilfe von Ehrenamtlichen und auf Spenden angewiesen. Spenden werden erbeten auf das Spendenkonto der Diakonie-Stadtmission Dresden mit der Konto-Nr. 160160160, BLZ 35060190, Verwendungszweck: Nachtcafé.

Weiterhin stehen den Wohnungslosen die sieben regulären Übergangswohnheime der Landeshauptstadt Dresden zur Verfügung. Die Zuweisung einer der insgesamt 277 Plätze in Übergangswohnheimen und Gewährleistungswohnungen erfolgt durch das Sozialamt der Stadt Dresden. Bei Bedarf oder Fragen zur Unterbringung können sich Betroffene an das Sozialamt der Stadt Dresden auf der Junghansstraße 2, Telefon (03 51) 4 88 49 81 wenden. Sprechzeiten sind dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr. Außerhalb dieser Zeit kann im Übergangswohnheim in der Hubertusstraße 36c, Telefon: (03 51) 20 92 19 48 ein Schlafplatz vermittelt werden.

Quelle: Stadt Dresden

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