Nachwuchsförderung für Leipziger Gesundheitsforschung

Europäische Nachwuchsförderung für die Leipziger Gesundheitsforschung von Zivilisationserkrankungen (LIFE): Staatssekretär Hasenpflug übergibt Zuwendungsbescheid über knapp 840.000 Euro für ESF-Nachwuchsgruppe. +++

Die mittlerweile zweite Doktorrandenklasse des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen (LIFE) wird im Herbst ihre Arbeit aufnehmen. Unter dem Namen „Systemmedizin“: Funktionelle Genomanalytik von Krankheitsempfindlichkeit und Resistenz werden acht Doktoranden mit knapp 840.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds und aus Landesmitteln bis Ende 2013 gefördert, so das Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen. Schwerpunkt der Forschungen sind molekulare Faktoren bei der Entstehung von Krankheiten wie Adipositas, Atherosklerose, Hals-Kopftumore wie auch Depression und Demenz. Dabei werden bioanalytisch-experimentelle als auch systembiologisch-modellierende und bioinformatische Methoden angewendet. Sie reihen sich in das Forschungsvorhaben LIFE ein, das sowohl die genetischen Ursachen der häufigsten Zivilisationserkrankungen erforscht wie auch die Lebens- und Umweltbedingungen, die an der Entstehung solcher Krankheiten beteiligt sind.

Die feierliche Übergabe des Fördermittelbescheides ist in das „7. Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft“ in der Leipziger Bio City eingebettet. Staatssekretär Dr. Henry Hasenpflug (Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst) wird am Donnerstag, 13. Oktober gegen 14:30 Uhr den Bescheid an die beiden LIFE-Vorstände Prof. Joachim Thiery und Prof. Markus Löffler übergeben.

Einen weiteren Zuwendungsbescheid erhält eine Nachwuchsforschergruppe der HTWK Leipzig. Die zehn jungen Wissenschaftler beschäftigen sich in Test- und Trainingsoperationsräumen mit ergonomischen Anforderungen bei der Entwicklung von Medizingeräten. Vor der Übergabe besucht der Staatssekretär eine bereits erfolgreich arbeitenden Forschergruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, innovative Impfstrategien zur Behandlung alterungsbedingter Krankheiten zu erforschen.