Nachwuchsprobleme im sächsischen Handwerk

Sachsen - Bedingt durch die Corona-Krise ist die Entwicklung der neu abgeschlossenen Lehrverträge für das kommende Ausbildungsjahr im ostsächsischen Handwerk weiter verhalten. Bisher haben 574 junge Menschen neue Lehrverträge unterschrieben – das sind 89 weniger als zur gleichen Zeit im Vorjahr.

Das verhaltene Agieren der Menschen im Zuge der Corona-Pandemie schlägt sich auch im Handwerk nieder. Trotz weiterer Lockerungen werden konkrete Zukunftspläne weiter vertagt“, sagt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. Auch Bäckermeister Jan Willner beschreibt die Suche nach neuen Auszubildenden als äußerst schwierig. Doch er hat Glück gehabt und einen passenden Azubi gefunden.

Das Thema Berufsorientierung ist durch die Schließung der Schulen und Absage von Veranstaltungen zu diesem Thema komplett aus dem Blickfeld der Schulabgänger geraten. Dazu rät Brzezinski weiter: „Handwerksbetriebe und Schüler können die nächsten Wochen und die bevorstehenden Sommerferien nutzen, um aktiv aufeinander zuzugehen und sich während eines Praktikum besser kennenzulernen. Denn die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen. Unter dem Motto "Perfect Match - Finde dein Handwerk" veranstaltet die Handwerkskammer Dresden eine Karrieremesse und bietet so den Jugendlichen die Möglichkeit sich gezielt zu einem bestimmten Handwerksberuf mit einem Vertreter dieses Gewerks auszutauschen. Unter Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen ist eine vorherige Anmeldung unter www.hwk-dresden.de/einfachmachen erforderlich.