Namenslesung erinnert an Opfer des NS-Regimes in Dresden

  Zum Holocaust-Gedenktag haben heute wieder viele Menschen an die ermordeten oder verschollenen Dresdner Juden erinnert. Ihre Namen wurden heute an der Goldenen Pforte am Rathaus vorgelesen. So sollen die Namen dieser Menschen zumindest einmal im Jahr nach Dresden zurückkehren.

  Namen sind nicht Schall und Rauch, sondern Ausdruck unserer Identität. Mit diesen Worten stimmte Superintendent Peter Meis heute die Besucher der Namenslesung ein. 5000 Dresdner Juden, Sinti und Roma sind während des NS-Regimes umgekommen oder verschollen. An sie will die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit heute am Holocaust-Gedenktag erinnern. 

  Dass diese Namen heute bekannt und niedergeschrieben sind, teilweise mit Lebenslauf, daran hat auch die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit ihren Anteil. 2006 legte sie das „Buch der Erinnerung“ vor. 

  Nicht nur in Dresden wird heute der über sechs Millionen Juden und vielen anderen Opfern des Nazi-Regimes gedacht. 1996 erklärte Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum deutschen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz.

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Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.

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