Naturnaher Hochwasserschutz

In Sachen Hochwasserschutz wird jetzt auf naturnahe Methoden gebaut.

Die Ingenieurbiologie hat vor allem durch das Augusthochwasser neue Erkenntnisse gewonnen und setzt eher auf lebende Materialien zur Sicherung von Ufern und Böschungen wie etwa Bäume, Sträucher und geschlossene Grasflächen. Auch geeignete Gehölze wie Erlen und Weiden können einen vorzüglichen Uferschutz bieten. In den vergangenen Jahrzehnten wurden vorwiegend konventionelle Wasserbaumethoden angewendet, wie etwa zahlreiche Flusskanalisierungen oder massive Ufer- und Sohlsicherungen. „Wir haben viel aus dem Augusthochwasser 2002 gelernt – vor allem, dass Hochwasserschutz dort gut funktioniert, wo die Flüsse natürliche Läufe und Ufer haben“, so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich. Deshalb wurde der naturnahe Ausbau und Unterhaltung der Gewässer im neuen sächsischen Wassergesetz festgeschrieben.