„Neo Rauch. Begleiter“ übertrifft alle Erwartungen

Mit einem Rekord von 99.023 Besuchern endete am Sonntag die Retrospektive „Neo Rauch. Begleiter“ im Museum der bildenden Künste Leipzig. Allein am letzten Ausstellungswochenende fanden noch einmal 6.973 Gäste den Weg in die Schau.

„Der Zuspruch übertrifft all unsere Erwartungen und ist für Leipzig ein wunderbares Ergebnis“, zog Museumsdirektor Dr. Hans-Werner Schmidt Bilanz. „Sich in der Ausstellung zu bewegen und die vielen aufmerksamen Blicke, ja das Gebanntsein vor den Bildern Neo Rauchs zu erleben, stimmt einen sehr froh. Auch die kaum noch überschaubare Presseresonanz ist überwältigend.

Doch eine Besucherzahl ist schon im nächsten Jahr eine statistische Größe. Freilich ein Gewinn bleibt – die Schenkung des Gemäldes „Unter Feuer“. Der Künstler und sein Galerist haben sich einvernehmlich entschieden, die Sammlung des Museum der bildenden Künste mit einem großformatigen Bild zu bereichern. Und ich kann mich hochgradig mit diesem Bild identifizieren – es bleibt mein Begleiter. Und nicht zuletzt: ich freue mich mit diesem Erfolg für den Künstler Neo Rauch.“

In den zurückliegenden 120 Tagen war aus Anlass des 50. Geburtstags Neo Rauchs die erste umfassende Retrospektive parallel an zwei Standorten zu sehen. Das Museum der bildenden Künste Leipzig und die Pinakothek der Moderne in München zeigten einen Querschnitt des Schaffens des berühmten Leipziger Künstlers von 1993 bis 2010. Auch in München erzielte „Neo Rauch. Begleiter“ das beste Ergebnis seit der Eröffnung der Pinakothek vor acht Jahren. Hier kamen 188.065 Besucher. Damit zog die Doppel-Ausstellung knapp 300.000 Interessierte an.

Ab Ende August widmet sich das Museum der bildenden Künste Leipzig mit der Ausstellung „Nude Visions – 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie“ dem Medium Fotografie (29. August bis 7. November). Zum Jahreswechsel ist dann mit „Michael Triegel – Verwandlung der Götter“ (28. November bis 6. Februar) erneut aktuelle Malerei aus Leipzig zu sehen – darunter erstmals das gerade entstehende Porträt Papst Benedikt XVI.

(Foto: Westend)