Neonazis in Dresden – Trauermarsch am 12. Februar

Eine Spontananmeldung hat für Freitagabend ab 18.30 Uhr zum Aufzug durch Dresden-Prohlis nach Dresden-Nickern mobilisiert. Mehrere Gegenveranstaltungen wurden abgehalten.

Zwei Demoanmeldungen aus dem rechten Spektrum sind bei der Stadt eingegangen. In diesem Jahr wollen die Neonazis wieder einen Trauermarsch durchführen. Beginnend in Dresden-Leuben. Dieser soll mit einer stationären Kundgebung in Dresden -Prohlis unter dem Motto: „Ehre den Dresdner Luftkriegstoten“ enden. Ziel der Neonazis könnte dabei ein Gedenkstein für die Opfer des 13. Februars in Altnickern sein.

Angemeldet wurden etwa 200 Teilnehmer.Sowohl die AG 13. Februar der Stadt Dresden als auch „Dresden Nazifrei“ rufen in den sozialen Medien zu Gegenveranstaltungen und Blockaden auf. Das Bündnis will sich den Neonazis direkt in den Weg stellen. Treffpunkt ist am Park&Ride-Platz an der Gleisschleife Langer Weg. Die AG 13. Februar versammeln sich am Abend vor dem Jugendhaus in Prohlis, nicht weit vom Treffpunkt Bündnis Nazifrei. Bisher wurden die geplanten Treffpunkte von den Behörden noch nicht bestätigt.

Nach Informationen des Bündnisses »Dresden Nazifrei« fungiert die NPD als Anmelder des rechten Gedenkmarsches. Alle Aktionen beginnen am frühen Abend.Neun Hundertschaften will Polizeichef Dieter Kroll von Freitag bis Sonntag einsetzen.Dabei werden die sächsischen Beamten von Kollegen aus Brandenburg und Thüringen unterstützt.Schon 2014 hatten die Neonazis ihre Demonstrationen auf den 12. Februar verlegt. Damals liefen sie durch die Dresdner Innenstadt.