Netz empört über Zitat von Leipzigs CDU-Chef

Leipzig - Seit Sonntagabend diskutiert das Netz über ein LEIPZIG FERNSEHEN-Interview mit dem Leipziger CDU-Chef Dr. Thomas Feist. Nach Auffassung der Netz-Gemeinde wertet Feist in der Live-Sendung Leipzig-Zugezogene herab.

Es ist Sonntagabend, kurz nach 19 Uhr als Leipzigs CDU-Chef Dr. Thomas Feist zum Live-Interview in das LEIPZIG FERNSEHEN Wahl-Studio im Rahmen der OBM-Wahl erscheint. Das Interview beginnt mit einer Frage, ob SPD-Mann Burkhard Jung als Zugezogener kein "echter Leipziger" sei. Thomas Feist hatte in den Wochen vor der Wahl mit dem Spruch "Ein Leipziger für Leipzig" immer wieder dazu aufgerufen, dass mit Sebastian Gemkow ein Leipziger die OBM-Wahl gewinnen müsse. Gemkows Gegner bei der Wahl, der wiedergewählte Oberbürgermeister Burkhard Jung stammt gebürtig aus Siegen, ab 1991 arbeitete er als Schulleiter in Leipzig.

Die Antwort auf die Frage empört nun viele User in den sozialen Netzwerken.

Frage Moderator: "Ist jemand, der seit über 25 Jahren in unserer Stadt wählt kein richtiger Leipzig, mit Blick auf Burkhard Jung?" 

Antwort Feist: "Es gibt den schönen Spruch: - Wenn eine Katze im Fischladen Junge bekommt, sind das dann Fische?- "

So reagiert das Netz auf die Aussage von Thomas Feist

Feist äußert sich bei Twitter

In einem eigenen Twitter-Post nahm der Leipziger CDU-Chef Stellung zu seiner Aussage im TV-Interview

Das komplette Interview mit Dr. Thomas Feist

Das Original-Zitat stammt von Eberhard Cohrs

Der Spruch des Dresdner Eberhard Chros (1921 - 1999) wurde in der Vergangenheit immer wieder für rechte Hetze genutzt. Pegida-Chef Lutz Bachmann schrieb im Juli 2016: „Deutsch-Iraner, was ist denn das? Wenn eine Katze im Fischladen Junge bekommt, sind dass dann Kartäuser-Heringe oder was?“ 

Auch in der Leipziger Stadtpolitik stößt die Aussage von Thomas Feist auf Ablehnung. So äußert sich die Grüne Stadträtin Katharina Krefft:„Das ist eine Entgleisung von Thomas Feist. Die CDU hat sich im Wahlkampf immer gegen eine Spaltung ausgesprochen, angesichts dieser Antwort von ihm zeigt sich, dass sie das selbst nicht verstanden haben.“ Für den Pressesprecher der Stadt Leipzig steht fest: „Für uns ist jeder ein Leipziger, der in dieser Stadt lebt“