„Neuanfang“ unter Protesten eingeweiht

Dresden – Auf dem Dresdner Neumarkt wurde das „Denkmal für den permanenten Neuanfang“ am Dienstagnachmittag eingeweiht. Das bereits 2011 von der Kunstkommission ausgewählte Projekt soll zwei Jahre lang auf dem Neumarkt stehen.

Unter zahlreichen Protesten ist am Dienstagnachmittag das „Denkmal für den permanenten Neuanfang“ eingeweiht worden. Dabei standen sich insgesamt rund 300 Befürworter und Gegner auf dem Neumarkt gegenüber. Die Kritiker der Skulptur unterbrachen Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch immer wieder mit Trillerpfeifen und lauten Rufen. Bereits während des Aufbaus sah sich das Hamburger Künstlerduo Mutter/Genth den Protesten einiger Dresdner gegenüber. Das Kunstwerk selbst basiert auf einer umgebauten Hebebühne. Auf deren Plattform wurden Teilabgüsse von bekannten Dresdner Denkmälern zu einer dreidimensionalen Collage zusammengefügt. Die Installation bildet zudem eine Art Dreieckskonstellation mit den vorhandenen Denkmälern Martin Luthers und Friedrich August II., steht dennoch im Widerspruch zu diesen. Nicht zuletzt diese Kontroverse sorgt bei den Dresdnern für eine hitzige Debatte.

Die Skulptur wird zwei Jahre lange auf dem Dresdner Neumarkt stehen. Bereits 2011 hatte die Kunstkommission das Werk herausgesucht und für eine Installation in Dresden vorgesehen. Die Gesamtkosten des Projekts betragen 60.000 Euro.