Neubau eines Logistikzentrums im Alberthafen Dresden-Friedrichstadt

Noch in diesem Jahr soll das 3-Millionen-Euro-Projekt auf dem Nordufer des Hafengeländes umgesetzt werden. Ein seit 2001 ansässiges Logistikunternnehmen baut dort ein neues Logistikzentrum. +++

Das seit 2001 im Alberthafen Dresden-Friedrichstadt ansässige Logistikunternehmen Sachsenland Transport & Logistik GmbH Dresden tätigt noch in diesem Jahr mit dem Neubau eines Logistikzentrums eine Investition von über 3 Millionen Euro auf dem Nordufer des Hafengeländes.

Bereits 2001 gaben die Trimodalität des Hafens, also das Angebot der drei Verkehrswege Schiene, Straße, Wasserstraße, sowie die günstige Verkehrsanbindung des Hafens an das Fernstraßennetz den Ausschlag für die Standortwahl. Mit der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH hat das Unternehmen einen starken lokalen Partner im Bereich Umschlag, Lagerei und Logistik gefunden.

Das anfänglich rein auf LKW-Transporte nach Russland spezialisierte Unternehmen konnte in den Folgejahren kontinuierlich sein Portfolio weiterentwickeln. „Das Wirtschaftswachstum in Osteuropa hält unverändert an. Insbesondere hochwertige Maschinen und Komponenten werden aus Westeuropa z.B. nach Russland verkauft. Die Tendenzen zeigen, dass die Käufer in Russland sich nicht weiter mit den Details des Transportes und der Verzollung beschäftigen wollen. Hier treten wir auf den Plan und betreuen sowohl den Verkäufer bei der korrekten Erstellung der Exportunterlagen als auch den Käufer bei der Abwicklung des Transportes und des Importes. Die Vielsprachigkeit unserer Mitarbeiter ist hier von großer Bedeutung, und auch die Präsenz vor Ort“, erklärt Sachsenland-Geschäftsführer Mike Forker.

Bereits 2002 wurde der erste Lagerbereich eingerichtet und Verkehre nach Osteuropa aufgebaut. Bis 2004 wurde die Lagerfläche mehr als verdoppelt. 2005 folgte die Eröffnung einer Repräsentanz in Moskau und 2006 eine Niederlassung im Ruhrgebiet. Heute, nach 12 Jahren, arbeiten 30 Mitarbeiter an den logistischen Lösungen für die nationale und internationale Kundschaft. Die 2001 in Dresden bezogenen Räumlichkeiten sind inzwischen ausgereizt und die begrenzten Lagerkapazitäten zwingen das Unternehmen bereits heute, diverse Außenläger zu betreiben.

Seit 2008 beschäftigen sich die geschäftsführenden Gesellschafter, Mike Forker und Marko Weiselowski, mit der Planung einer zukunftssicheren Betriebserweiterung. Von der Grundidee, ein Bestandsobjekt zu erwerben, wurde schnell Abstand genommen. „Die individuellen Bedürfnisse der Kundschaft im Auge und die langjährige Erfahrung im täglichen Geschäft haben die Planung eines Neubaus notwendig gemacht“, erläutert Geschäftsführer Marko Weiselowski. „Wir haben versucht, bei der Planung das richtige Maß an ‚Kann’ und ‚Muss’ zu finden. Im neuen Logistikzentrum können wir auf über 3.000 m² neben konventionellen Gütern auch schwere Packstücke bis 20 Tonnen mittels Portalkran bewegen. Ein Gleisanschluss mit entsprechender Rampe und die Möglichkeit einer Achsverwiegung von Fahrzeugen runden das Leistungsspektrum ab.“

Das Gesamtprojekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Im Januar 2010 erhielt das Unternehmen die Förderzusage der Sächsischen AufbauBank. Die Realisierung des Projektes übernimmt die Firma FUNK Projekt GmbH aus Lohmen. Der Baubeginn ist bereits im Mai 2011 vorgesehen, die Inbetriebnahme soll Anfang 2012 erfolgen. 

Die Errichtung des neuen Logistikzentrums geht mit den diesjährigen Investitionen der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) im Alberthafen Dresden-Friedrichstadt einher. Der Hafen wird rund 320.000 Euro in den Ausbau und die Ertüchtigung der Gleisanlagen auf dem Nordufer investieren. „Durch die Verlängerung eines Gleises von 650 auf über 1.000 Meter erschließen wir zusätzliche Flächen auf dem nördlichen Hafengelände. Damit bieten wir Sachsenland eine attraktive Ansiedlungsfläche und gleichzeitig eine optimale Voraussetzung zum Ausbau der schienengebundenen Transporte“, freut sich SBO-Geschäftsführer Kapitän Detlef Bütow. „Sachsenland ist ein kompetentes und weltweit agierendes Logistikunternehmen, mit dem wir seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. Wir freuen uns, dass sich Sachsenland zum Bau des neuen Logistikzentrums im Alberthafen entschlossen hat. Damit wird einmal mehr der trimodale Vorteil des Hafens bestärkt.“

Bereits 2008 haben beide Firmen ihre Zusammenarbeit enger verknüpft. Sachsenland ist Betreiber der Roll on/Roll off-Anlage, die die SBO vor der Hafeneinfahrt des Alberthafens errichtet hat. Seitdem können Güter bis 450 Tonnen ohne Kraneinsatz direkt von einem Fahrzeug auf ein entsprechendes Schiff verladen werden. Um den LKW-Transport der schweren Transformatoren, Dampfturbinen und Maschinenteile zur RoRo-Anlage zu erleichtern, wird die SBO in diesem Jahr die südliche Hafenstraße im Alberthafen ausbauen.

Quelle: Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH

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