Neubauten in Sachsen werden immer teurer

Höchste Baupreissteigerung in Sachsen 2018 seit 10 Jahren

Der Preisanstieg beim Neubau eines Wohngebäudes hielt in Sachsen im November 2018 weiter an. Gegenüber August 2018 mussten 1,1 Prozent mehr finanzielle Mittel für Rohbauarbeiten und 0,9 Prozent für Ausbauarbeiten eingeplant werden.

Besonders relevant waren die Preissteigerungen bei Rohbauarbeiten für Mauerarbeiten (+1,1 Prozent), Erdarbeiten (+1,1 Prozent) sowie Betonarbeiten (+0,9 Prozent). Im Ausbaugewerk betraf das die Tischlerarbeiten und Parkett- und Holzpflasterarbeiten mit jeweils 1,9 Prozent sowie die Arbeiten an Nieder- und Mittelspannungsanlagen bis 36 kV (1,8 Prozent). Günstigere Preise waren bei Gerüstarbeiten (-1,0 Prozent), Maler- und Lackierarbeiten-Beschichtungen (-1,0 Prozent) und Tapezierarbeiten (-0,5 Prozent) zu verzeichnen.

Im Jahresmittel stiegen die Preise für den Neubau eines Wohngebäudes um 5,4 Prozent an. Die Errichtung von Bürogebäuden und gewerblichen Betriebsgebäuden wurde 2018 um je 5,6 Prozent teurer. Insbesondere bei den Ingenieurbauten erhöhten sich die Preise deutlich für den Straßenbau (+8,2 Prozent), Brücken im Straßenbau (+9,3 Prozent) sowie für Ortskanäle (+8,7 Prozent). Leistungen für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung verteuerten sich im Jahr 2018 um 6,2 Prozent, Maßnahmen zur Instandhaltung an Wohngebäuden um 6,1 Prozent.

Die größten Preissteigerungen im Jahresdurchschnitt waren im Neubau bei Verbauarbeiten (+12,0 Prozent) bzw. bei Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (+9,9 Prozent) sowie im Straßenbau für Erdarbeiten (+10,2 Prozent) zu verzeichnen. Preissenkungen waren in keinem Bauleistungsbereich zu beobachten.

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Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen