Neue Asylunterkünfte für Chemnitz

Im Stadtgebiet Chemnitz werden in den kommenden Monaten zwei neue Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber entstehen.

Das hat die Verwaltung am Montagnachmittag auf einer Pressekonferenz mitgeteilt.

So soll die Stadt laut neuesten Prognosen in diesem Jahr insgesamt 2.450 Migranten aufnehmen, 1.000 mehr als zunächst geplant.

Achtzig Prozent der Asylsuchenden werden dabei dezentral in Mietwohnungen untergebracht.

Interview: Barbara Ludwig (SPD), Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Zu den bisherigen sechs Gemeinschaftsunterkünften sollen ab 2016 zwei neue hinzukommen.

Dazu sollen die leerstehenden Bürogebäude an der Straßburger Straße und an der Annaberger-Straße/ Ecke Werner-Seelenbinder-Straße in den kommenden Monaten von einem privaten Betreiber für die Unterbringung eingerichtet werden.

In beiden Gebäuden soll jeweils Platz für 150 Asylbewerber entstehen.

Die Anwohner sollen in den kommenden Wochen detailliert informiert werden.

Interview: Heike Steege, Sozialamt Chemnitz

Die Kosten für die Unterbringung der Asylbewerber stellen die Stadt Chemnitz vor große Herausforderungen.

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig rechnete vor, dass die bisher vom Freistaat Sachsen gezahlte Pauschale bei weitem nicht ausreicht.

Nach Hochrechnungen geht die Stadt Chemnitz von einem Defizit in Höhe von 7,5 Millionen Euro aus.

Durch neue Landeszuweisungen und Förderprogramme soll das Minus jedoch teilweise abgefedert werden, so die Verwaltung.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar