Neue Ausstellung im Finanzministerium zur polnischen Architektur

“Polska Architektura – Architektur in Polen seit 1918“ Unter diesem Motto öffnete eine Neue Ausstellung zur polnischen Architektur im Finanzministerium. +++ 

Präsentiert wird auf rund 60 Tafeln das architektonische Geschehen in Polen seit der Unabhängigkeit des Staates 1918. In Auseinandersetzung mit der Frage nach der polnischen Identität in der Architektur werden Formen des nationalen Baustils, Zäsuren und Einflüsse aus Westeuropa in der Entwicklung der polnischen Architektur gezeigt. In Polen hinterließen die russische, deutsche und österreichische Verwaltung ihre Spuren, die heute noch in der Architektur sichtbar sind. Seit der Unabhängigkeit des Staates im November 1918 kennzeichnen zwei Strömungen das architektonische Geschehen: einerseits ein Bestreben, das Heimische sichtbar zu machen, andererseits ein Drang in die Richtung der klassischen Moderne. Das heimische Element, wichtig im Kontext des unabhängigen, wiedervereinigten Staates, sollte im polnischen Gutshof seinen Ausdruck finden, ein weiterer Trend, den man zum „nationalen“ Baustil zu stilisieren versuchte, war der „Zakopane-Stil“.

In der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre brachten junge Architekten die Tendenzen der westeuropäischen Avantgarde nach Polen. Die Gruppierungen „Blok“ sowie später auch „Praesens“, denen junge, dynamische Kreative angehörten, standen den Ideen der Congrès Internationaux de l’Achitecture Moderne (CIAM) nahe. Diese Entwicklung war bis zum Kriegsbeginn 1939 und darüber hinaus bestimmend. Die größten Veränderungen in der Entwicklung der polnischen Architektur zeigten sich nach 1989. Die Ausstellung gewährt schließlich auch einen aktuellen Einblick in die Architektur der postkommunistischen Jahrzehnte.

Die Ausstellung ist ein Projekt der Sächsischen Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Leipzig. Kurator ist der Architekt Adolph Stiller. 

Ausstellung im Lichthof des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen, Carolaplatz 1, geöffnet vom 13. – 27.01.2011, Mo – Fr 8 – 18 Uhr, Eintritt frei!

Quelle: Sächsisches Staatsministerium der Finanzen

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