Elektroautos – Herausforderung für Einsatzkräfte der Feuerwehr

Dresden - Zwischen einem Opel Ampera und einem Mercedes ist es Donnerstagnacht zu einem schweren Unfall gekommen. Der 51-jährige Ampera-Fahrer wollte von der Ritterstraße auf die Albertstraße einbiegen. Bei der Räumung der Unfallstelle erwies sich das Elektrofahrzeug als Herausforderung. Zunächst gab es Probleme das Fahrzeug vollständig abzuschalten.

Der 51-jähriger Fahrer des Opel Ampera wollte von der Ritterstraße auf die Albertstraße einbiegen. Dabei stieß er mit einem in Richtung Carolabrücke fahrenden Mercedes Benz zusammen. Bei der Kollision wurden die beiden Fahrer sowie ein Mercedesinsasse schwer verletzt. Ein 23-Jähriger Beifahrer im Opel erlitt leichte Verletzungen. An den Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von ca. 100.000 Euro. Die Albertstraße musste im Zuge der Unfallaufnahme voll gesperrt werden. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Bei modernen Elektroautos können Spannungen bis zu 380 Volt bei hohen Stromstärken anliegen. Aktuell gibt es auf deutschen Straßen noch wenig Elektroautos – so sind auch Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatzalltag selten mit solchen Fahrzeugen konfrontiert. Mit einer speziellen Software ausgerüstet, konnten die Einsatzkräfte der Dresdner Feuerwehr die Besonderheiten des Opels auslesen. So wurden beide Stromkreise schließlich abgeschaltet. Über derartige Apps können die Helfer beispielsweise auch Ansatzpunkte für eine Rettungsschere im Fall einer Bergung ausfindig machen.