Neue Blumen und ein neuer Boden für La Traviata an der Oper Leipzig

„La Traviata“ zählt zu den bekanntesten Opern von Guiseppe Verdi. Zwischen 1996 und 2012 brachte die Oper Leipzig das Stück insgesamt 89 Mal auf die Bühne. +++

In Kürze wird das Stück wieder in den Spielplan aufgenommen. Zuvor muss jedoch am Bühnenbild einiges erneuert werden. So zum Beispiel die Bodenplatten. Der Boden besteht aus rund 120 Einzelteilen unterschiedlicher Größe. In die Acryloberfläche werden mehrere Riefen hineingefräst und anschließend mit schwarzer Farbe übermalt. Auf der Rückseite sind sie nummeriert, denn auf der Bühne werden sie dann wie ein großes Puzzle zusammengesetzt.

Zusätzlich werden die Platten mit insgesamt 530 Löchern versehen. Durch diese erscheinen während einer Arie weiße Kamelien. Doch auch diese mussten dringend ausgetauscht werden.

Die Kamelien sind aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt. Die Stiele bestehen aus Schweißdrähten. An der Spitze werden Blütenblätter aus Seide befestigt. Ein grünes Band verdeckt den Draht und ein paar Blätter komplettieren dann die Blume.

Die Arbeiten im Malsaal der Werkstätten in der Dessauer Straße nähern sich dem Ende und die Platten werden nach und nach in die Oper gebracht. Am 2. November haben sie dort ihren ersten Einsatz, wenn in Verdis Oper erneut eine Geschichte über Liebe, Tod, Moral und Ehre erzählt wird.