Neue Bus- & Bahntarife ab 1. August

Ab 1. August 2012 gelten beim VMS neue Tarife. Die neuen Preise werden voraussichtlich wieder zwei Jahre konstant bleiben.

Die Tariferhöhung ist notwendig, damit die Verkehrsunternehmen im VMS das Leistungsangebot sichern und weiterhin in neue Fahrzeuge, Infrastruktur und Servicequalität investieren können.
Einzelfahrscheine und Tageskarten bis einschließlich 31. Juli 2012 gültigen Tarif können bis 31. August 2012 genutzt werden. Wochenkarten, Monatskarten und 9-Uhr-Monatskarten zum bisherigen Tarif können bis 31. Juli entwertet werden und gelten dann bis zum Ablauf ihrer zeitlichen Gültigkeit. Ein Umtausch oder Rückkauf der Tickets ist nicht möglich.

Die wichtigsten Änderungen:

Tageskarten
Bei den Tageskarten gibt es deutliche Veränderungen. Die bisherigen Gruppentageskarten für maximal 5 Personen ohne Altersbegrenzung entfallen.

Es wird eine neue Preislogik eingeführt. Die Tageskarte für eine Person gilt als Basispreis. Für jeden Mitfahrer wird ein Mitfahrerpreis berechnet. Bis zu vier Personen können „dazu gebucht“ werden. So kann eine Tageskarte wieder für eine Gruppe mit bis zu fünf Personen genutzt werden. Beispiel: 2 Personen fahren in einer Zone mit der Tageskarte, der Basispreis beträgt 4,00 Euro, der Mitfahrer zahlt 2,50 Euro extra. Zum Preis von 6,50 Euro sind beide Personen gemeinsam unterwegs mit Bus & Bahn. Ziel der neuen Preisbildung ist ein gerechterer Tarif. Wenn mehrere Fahrgäste unterwegs sind, erhalten diese immer noch einen Rabatt, der für jeden Mitfahrer gleich ist.

Neu im Angebot ist die Kindergruppen-Tageskarte. Fahren können mit diesem Ticket bis zu fünf Kinder nach dem 6. bis einschließlich 15. Geburtstag oder bis zu 20 Kinder bis einschließlich 6. Geburtstag.

Entfallen wird das Ticket Dampf & Draht. Wir empfehlen unseren Kunden als Alternative mit Mehrwert die ErzgebirgsCard. Auch mit diesem Ticket können die Kunden im gesamten Verkehrsverbund Mittelsachsen unterwegs sein und die Sonderverkehrsmittel Drahtseilbahn Erdmannsdorf – Augustusburg sowie Fichtelbergbahn je für eine Hin- und Herfahrt nutzen. Außerdem gibt es an etwa 100 verschiedenen Akzeptanzstellen freien Eintritt oder Ermäßigungen.
Abo-Monatskarten Schüler
Die Abo-Monatskarte Schüler wird nicht mehr angeboten. Die jungen Fahrgäste können stattdessen die Abo-Monatskarte für Azubis nutzen. Diese Karte kann von Schülern für ein Schuljahr statt für 12 Monate abonniert werden. Eine sehr attraktive Alternative – gerade für mobile Jugendliche – kann auch die Schülerverbundkarte sein. Dieses Ticket wird in zwei Stufen preislich verändert. Ab 1. August 2012 wird sie 39 Euro kosten, ab 1. August 2013 dann 44 Euro. Die Schülerverbundkarte ist weiter im gesamten VMS-Gebiet gültig.

Drahtseilbahn Erdmannsdorf – Augustusburg
Neue Preise wird es auch bei der Drahtseilbahn Erdmannsdorf – Augustusburg geben. Die Hin- und Rückfahrt kostet künftig 5,00 Euro statt 4,50 Euro.

Die aktuelle Preisliste finden Sie hier (PDF)

Am Rande (oder als Extra für den Sommer)
So entstehen die Fahrpreise: Mit den Fahreinnahmen decken die Verkehrsunternehmen einen Teil der Kosten, die für Kraftstoffe und Energie, für Personal- und Materialkosten, für Investitionen und Reparaturen aufgebracht werden müssen. Weitere Zahlungen erhalten die Unternehmen von den Aufgabenträgern (v. a. den Landkreisen) und in immer geringerem Maße auch vom Freistaat Sachsen (z. B. Förderung ausgewählter Investitionen, Ausgleich für die Beförderung von Schülern). Die geringer werdenden Förderungen, z. B. keine Unterstützung von Busanschaffungen mehr, führt gerade im Bereich der Schülerbeförderung zu größeren v. a. finanziellen Herausforderungen. Mit dem Ausgleich für die Beförderung von Schülern wird der Unterschied vom ermäßigten Ticket zum Normalpreis nur teilweise ausgeglichen. Für die Investitionen in Fahrzeuge, die nur für den Schulweg in den Morgen- und Nachmittagsstunden vorgehalten werden müssen, reicht der Betrag nicht aus.

Mit den Fahreinnahmen ermöglichen die Bus- und Bahnunternehmen ein Angebot, dass sowohl den Ansprüchen der Kunden als auch den finanziellen Möglichkeiten gerecht werden muss.
Steigende Kosten und geringere Zuschüsse zwingen die Unternehmen, auch die Fahrpreise regelmäßig zu prüfen. Dazu kommen die Vertreter der Verkehrsunternehmen viele Male zusammen und diskutieren über die Entwicklung der Tarife bezüglich der Struktur und der Höhe. Dabei haben die verschiedenen Unternehmen auch andere Schwerpunkte. Ist für ein Stadtverkehrsunternehmen z. B. das 9-Uhr-Abo wichtig, so möchte ein Regionalbusunternehmen größeres Augenmerk auf die Schülerfahrkarten und mehr Zonen legen. Der VMS ist dabei vor allem Vermittler und rechnet die von den Verkehrsunternehmen vorgeschlagenen Tarifmodelle. Die Einnahmen selbst kommen dann ausschließlich den Verkehrsunternehmen für deren Angebot zugute.

Wenn sich nach der Diskussion die Verkehrsunternehmen auf neue Tarife geeinigt haben, beschließen alle Verkehrsunternehmen diese Preise in einer Abstimmung. Dabei haben die Unternehmen entsprechend ihrem Anteil im Verbund eine bestimmte Anzahl Stimmen. Ist diese Abstimmung erfolgt, müssen die Landkreise und kreisfreien Städte in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen die Tarife noch bestätigen. Anschließend werden die Tarife dann umgesetzt. Die Vorbereitung dazu, der Druck der Informationen, die Vorbereitung der neuen Fahrscheine und vieles mehr übernimmt dann der VMS für alle Verkehrsunternehmen, so dass alle Kunden im Verbundgebiet nicht nur einen einheitlichen Tarif, sondern auch einheitliche Informationen haben.