Neue Citywache in Dresden-Südvorstadt

In der Dresdner Südvorstadt entsteht für 11,2 Millionen Euro eine Feuerwache, Rettungswache und ein Brandschutzerziehungszentrum. Am Mittwoch wurde für den Bau der Grundstein gelegt. +++

Der Zweite Bürgermeister Detlef Sittel legte am Mittwoch gemeinsam mit dem Amtsleiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes, Andreas Rümpel und den Bauleuten den Grundstein für eine kombinierte Feuer- und Rettungswache mit erweitertem Einsatzspektrum.

Für 11,2 Mio. Euro entsteht der Gebäudekomplex an der Strehlener Straße/ Ecke Franklinstraße. Die 5. Wache der Dresdner Berufsfeuerwehr wird bis 2012 eine Feuerwache, eine Rettungswache, ein Brandschutzerziehungszentrum und ein Führungs- und Lagezentrum sowie zusätzliche Einrichtungen für die Integrierte Regionalleitstelle beherbergen. Gebaut wird auf 12 563 Quadratmetern Gelände. Der Neubau hat auf zwei Etagen eine Nutzfläche von etwa 3 795 Quadratmetern. In einem Wettbewerb von 14 Architekturbüros erhielt die Schulz & Schulz Architekten GmbH aus Leipzig den Zuschlag zur Generalplanerleistung der Wache.

Das direkte Einsatzgebiet der Einrichtung beträgt ca. 31 Quadratkilometer mit knapp 100 000 Einwohnern. Die Fahrzeuge der City-Wache können innerhalb der im Brandschutzbedarfsplan fixierten Hilfsfristen das innerstädtische Kerngebiet mit über einer Viertelmillion Einwohnern erreichen.

Die Wache wird mit 76 Feuerwehrleuten besetzt und ausgestattet sein mit Löschzug mit Kommandowagen, Vorauslöschfahrzeug, Hilfeleistungslöschfahrzeug und Drehleiterfahrzeug. Dazu kommen Einsatzfahrzeuge des Führungsdienstes, Wechselladerfahrzeuge, Abrollbehälter MANV (1) /Rettung und Abrollbehälter Sondereinsatz.
Im Gebäude arbeitet dann auch die integrierte Rettungswache, die in Verbindung mit Rettungswagen auf den Feuerwachen Löbtau und Übigau wesentlich zur Verbesserung der Hilfsfristen beitragen wird. Für den Rettungsdienst werden ein Notarzteinsatzfahrzeug, Rettungswagen, Einsatzleitwagen und weitere Rettungsmittel für einen Massenanfall von Verletzten/ Erkrankten (MANV) in der City-Wache stationiert.
Das Einsatzgeschehen im Rettungsdienst zeigt ständig steigende Einsatzzahlen in der Landeshauptstadt Dresden. So erhöhte sich die Zahl der Einsätze zur Notfallrettung von 62 107 im Jahr 2004 auf 83 030 Einsätze im Jahr 2009.
Die derzeitigen Standorte der Rettungswachen sind für die Einhaltung der gesetzlich festgelegten Hilfsfristen nicht ausreichend. Hier liegt der Erfüllungsgrad heute bei 89,5 Prozent. Gefordert werden 95 Prozent. Da die Überschreitung der Hilfsfrist in der Regel mit der Fahrzeitüberschreitung einhergeht, ist die bessere Verteilung der Rettungswachen bzw. der Rettungswagen im Stadtgebiet ein wichtiger Schritt. So ist neben der Stationierung der Rettungsfahrzeuge in der City-Wache auch jeweils ein Rettungswagen in den Feuerwachen Löbtau und Übigau vorgesehen.

In der Citywache werden zusätzlich zur 2011 in Betrieb gehenden Integrierten Regionalleitstelle Dresden-Übigau Plätze zur Notrufbearbeitung und Einsatzmitteldisposition, ein Führungs- und Lagezentrum sowie die dazu erforderlichen Technikräume gebaut.
Außerdem wird es ein Brandschutzerziehungszentrum geben, um der gesetzlich vorgegebenen Aufgabe der Gefahrenaufklärung und Information zur Selbsthilfe der Bevölkerung besser nachkommen zu können.

Eine große Investition wird bis 2014 die Standortstrukturierung bei der Berufsfeuerwehr abschließen. Die Feuerwache Dresden-Neustadt soll dann im Dresdner Norden, im Bereich der Magazinstraße, ihr Domizil erhalten. Möglich wird das durch die City-Wache, da die Einsatzfahrzeuge von dort die innerstädtische Hilfsfrist eingehalten können. Dieser Schritt wird eine bessere Versorgung im Norden Dresdens bringen.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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