Neue Direktorin des Stadtmuseums ist Vogtländerin

Dresden - Im Frühjahr wird es einen Führungswechsel im Stadtmuseum Dresden geben: Die langjährige Direktorin Erika Eschebach tritt in den Ruhestand. Eine Findungskommission unter der Leitung des Direktors der Museen der Stadt Dresden, Gisbert Porstmann, hat bereits im September eine Nachfolgerin gewählt. Zum 1. April 2020 wird Christina Ludwig die Leitung des Stadtmuseums Dresden übernehmen.

Eine Findungskommission unter der Leitung der Beigeordneten für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch, sowie des Direktors der Museen der Stadt Dresden, Gisbert Porstmann, hatte im September aus zahlreichen Bewerbern Christina Ludwig ausgewählt. In den letzten vier Jahren hatte sie eine Generalsanierung der Waldenburger Ausstellungen veranlasst und die Präsentation des Museums grundlegend neu konzipiert und gestaltet. 2019 erhielt sie dafür mit ihrem Team den Sächsischen Museumspreis. Im Kulturraum Vogtland-Zwickau ist Christina Ludwig seit 2019 als ehrenamtliche Fachbeirätin tätig.

1988 in Reichenbach geboren, studierte sie Volkskunde, Kulturgeschichte, Kunstgeschichte und Archäologie in Jena. Anschließend war sie als Projektassistentin und stellvertretende Museumsleiterin im Rahmen eines Forschungsprojekts der Volkswagenstiftung tätig. Darüber hinaus war Christina Ludwig Stipendiatin des renommierten Führungskräfte-Stipendiums „Museion 21 - Die Museumsakademie“, das die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. gemeinsam mit der Volkswagenstiftung, der Körber-Stiftung, der Kulturstiftung der Länder und dem Deutschen Museumsbund entwickelte und zwischen 2014 und 2017 dreimal ausgeschrieben hatte. Seit 2015 ist sie die Leiterin des Naturalienkabinetts Waldenburg. Dem Personalvorschlag der Findungskommission zur Besetzung der Direktion des Stadtmuseums Dresden muss nun noch der Stadtrat zustimmen.