Neue Erkenntnisse im Dioxin-Skandal – Dioxin-Fall in Niedersachsen – knapp 950 Betriebe gesperrt

Am Samstag erschüttern weitere Dioxin-Fälle ganz Deutschland: Es wurde bekannt, dass in Niedersachsen bei der Aufklärung von Lieferbeziehungen im Betrieb eines Mischfutterherstellers in Damme festgestellt worden sei, dass dieser Mischfutterbetrieb seine Lieferbeziehung zu 934 landwirtschaftlichen Betrieben den Behörden nicht mitgeteilt habe, hieß es aus dem Bundesministerium für Landwirtschaft in Berlin.

Unter den 934 Betrieben seien nach Mitteilung der zuständigen Landesbehörden:
– 110 Legehennenbetriebe
– 403 Mastbetriebe (Schwein)
– 248 Ferkelmastbetriebe

Die Behörden vor Ort wurden informiert und die betroffenen Betriebe vorerst geschlossen.

„Nach erster mündlicher Darstellung Niedersachsens seien von dem Betrieb in Damme Futtermittellieferungen auch in andere Bundesländer gegangen, unter anderem nach Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Bayern. Ein schriftlicher Bericht liegt dem BMELV derzeit noch nicht vor.

Das ist ein Skandal im Skandal. Und das kann nur eine Konsequenz haben: Die sofortige Ablösung der Verantwortlichen in Niedersachsen. Der zuständige Ministerpräsident McAllister muss jetzt handeln und konsequent durchgreifen.“, so Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner.