Neue Hoffnung für das Sommerbad Erfenschlag?

Vor dem Chemnitzer Rathaus sind am Montagnachmittag die Befürworter eines Erhalts des Sommerbades Erfenschlag im wahrsten Sinne des Wortes baden gegangen.

Baden gehen sollen nach ihrer Ansicht auch die Pläne der Stadtverwaltung, die einen Abriss und eine Renaturierung des Freibades vorsehen.

In einer entsprechenden Beschlussvorlage für den Chemnitzer Stadtrat am Mittwoch weißt die Stadt Chemnitz auf Investitionskosten von 1,6 Millionen Euro für das sanierungsbedürftige Bad hin.

Das vom Bürgerverein Erfenschlag entwickelte Sanierungskonzert, dass auf Kosten von rund 850.000 Euro kam, lehnt die Verwaltung ab.

Doch nun soll offenbar die Beschlussvorlage zur „Einstellung des Badebetriebes“ überraschend doch noch einmal von der Tagesordnung des Stadtrates genommen werden.

Interview: Felix Kreißel, ehemaliger ehrenamtlicher Badbetriebsleiter Erfenschlag

Bereits am Mittag begannen die Vorbereitungen für die kreative Protestaktion. Dafür hatten sich die Organisatoren extra einen modernen Badezuber ausgeliehen.

Seit zwei Jahren kämpft der Bürgerverein für den Erhalt des Erfenschlager Freibades – nun also auch öffentlichkeitswirksam für dem Rathaus, in dem am späten Nachmittag die Fraktionen über die Beschlussvorlagen für den Stadtrat diskutieren.

Beim Thema „Sommerbad Erfenschlag“ zeichnet sich allerdings nun eine ganz neue Entwicklung ab. Offenbar denkt die Stadt über einen Verkauf des Geländes an den Bürgerverein nach.

Interview: Felix Kreißel, ehemaliger ehrenamtlicher Badbetriebsleiter Erfenschlag

Die Zeit drängt – denn an dem Freibad, dass seit einem Jahr geschlossen ist, nagt der Zahn der Zeit, der eine Sanierung immer kostspieliger macht.

Die Freunde des Sommerbades hoffen jedenfalls, dass sie sich auch irgendwann wieder in Erfenschlag ins Wasser wagen können.

Am Montag hat es vor dem Rathaus nicht geklappt – das Wasser hatte leider eine Temperatur um die 50 Grad und war deshalb zu heiß geraten.