Neue Hürden für Sachsens Schüler – noch mit dem Grundgesetz vereinbar?

Die geplante Anhebung des Notendurchschnitts der Bildungsempfehlung für das Gymnasium von 2,5 auf 2,0 löste eine heftige Debatte im sächsischen Landtag aus.Nun soll den Kindern der Zugang zur Hochschulreife weiter erschwert werden. +++

In der Landtagsdebatte am 1. April sagte Dr. Eva-Maria Stange, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, dazu: „Die neuen Bildungsempfehlungen in Klasse 4 und 5 verschärfen die soziale Ungerechtigkeit im sächsischen Schulsystem und bauen eine weitere Bildungsbarriere für Mittelschüler in Klasse 6 auf.“

Schon jetzt haben Kinder aus Facharbeiterfamilien eine 4,5-mal geringere Chance, das Gymnasium zu besuchen, als Kinder aus Akademikerfamilien. Nun soll den Kindern der Zugang zur Hochschulreife noch weiter erschwert werden: Einen schriftlichen Test, der bisher bei Nichterteilung der Bildungsempfehlung noch möglich war, soll es künftig nicht mehr geben.

Somit fehlt den Eltern jegliche Handhabe, selbst über den Bildungsweg ihrer Kinder zu entscheiden. Es ist fraglich, ob dies mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Quelle: Parlamentarischer Presse- und Informationsdienst

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar