Neue Leipziger Taxigewerkschaft wehrt sich gegen Ver.di – Vorwürfe

Sachsens Ver.di-Chef Voß bezeichnet die Vereinigung als Mittel zum Zweck um den Mindestlohn auszuhebeln. Gründer der Taxigewerkschaft erwägen rechtliche Schritte. +++

Die Diskussionen um die vor einer Woche gegründete „Gewerkschaft der Taxi- und Mietwagenfahrer Mitteldeutschlands“ halten an. Die Köpfe der Vereinigung wollen sich gegen die jüngsten Aussagen von Sachsens Ver.di-Chef Thomas Voß zur Wehr setzen. Er bezeichnete die Gewerkschaft als Mittel um den Mindestlohn auszuhebeln und prekäre Arbeitsbedingungen beizubehalten. Carola Zausch, Gewerkschaftsvorsitzende und Ehefrau des Taxiunternehmers Volker Zausch streitet das vehement ab.
Bei einer sofortigen Einführung des Mindestlohnes zum 01.01.2015 stünden zahlreiche Leipziger Taxiunternehmen und damit auch Arbeitsplätze vor dem Aus, so Zausch. Deshalb müssten die Taxigebühren angepasst und das Mindestlohn-Niveau schrittweise erreicht werden. Den Ver.di-Vorwurf, die Taxigewerkschaft sei nicht von den Arbeitnehemern sondern von den Unternehmen selbst gegründet worden, will sie ebenfalls nicht so stehen lassen und rechtliche Schritte einleiten.
Das Thema wird sozusagen weiter für Zündstoff sorgen, denn die Taxigewerkschaft ist selbst bei den zahlreichen Leipziger Taxiunternehmen umstritten. Der Chef der Funktaxizentrale „4884“ Hans-Jürgen Zetzsche zum Beispiel kann das Anliegen seiner Kollegen verstehen, rechnet der Gewerkschaft aber kaum Chancen aus. Ein Tarifvertrag der es ermöglicht die Löhne schrittweise auf das Mindestlohn-Niveu anzuheben sei nur machbar, wenn er flächendeckend im geamten Bundesgebiet gilt, so Zetzsche.