Neue Schienenprojekte: Ostsachsen geht leer aus

“Aus sächsischer Sicht fällt die Bilanz ernüchternd aus: Immerhin sollen die Ausbaustrecken Dresden – Leipzig und Leipzig – Hof endlich vollendet werden.“, erklärt Stephan Kühn (B’90/Die Grünen). +++

Deutsche Bahn und Bund schließen Planungsvereinbarung für neue Schienenprojekte: Ostsachsen geht leer aus

Zu der zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn AG geschlossenen Planungskostenvereinbarung über 11 Ausbauvorhaben bei der Schiene, erklärt Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Sprecher für Verkehrspolitik der Bundestagsfraktion:

„Aus sächsischer Sicht fällt die Bilanz ernüchternd aus: Immerhin sollen die Ausbaustrecken Dresden – Leipzig (Zeithain – Leckwitz) und Leipzig – Hof (Leipzig – Altenburg) endlich vollendet werden.
Allerdings rächt sich jetzt, dass der Freistaat Sachsen die Elektrifizierung der Strecke Dresden – Görlitz bei der Aufstellung des letzten Bundesverkehrswegeplans einfach verschlafen hat. Auch die übrigen Ausbaustrecken, die für die Verbesserung des deutsch-polnischen Schienenverkehrs von Bedeutung sind, werden noch nicht einmal planerisch vorangetrieben, so dass sich deren Realisierung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschiebt.

So gibt es für die Elektrifizierung der Strecke Cottbus – Görlitz als Bestandteil des Ausbauvorhabens Berlin – Görlitz keine Perspektive, obwohl die Verbindung für die Beschleunigung des Fernverkehrs in der Relation Berlin – Wrocław von entscheidender Bedeutung ist. Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach Öffnung der Grenzen fristet der Fernverkehr zwischen Polen und Deutschland weiterhin ein Schattendasein. Bund und Freistaat Sachsen sind an dieser Misere durch falsche verkehrspolitische Weichenstellungen in der Vergangenheit mit Schuld und scheinen daran auch nichts ändern zu wollen.“

Quelle: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

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