Neue Selbsthilfegruppe für Schlaganfall-Kinder

Dresden - Das Klinikum Dresden ist für Anna-Lena und ihre Familie regelmäßiger Anlaufpunkt seit dem Tag, an dem sie auf die Welt kam. Die 9-Jährige erlitt unter der Geburt einen Schlaganfall. Denn was viele nicht wissen: die Krankheit, die meist mit älteren Menschen in Verbindung gebracht wird, trifft bis zu 400 Kinder pro Jahr in Deutschland. Viele davon sind Babys, sowohl im Mutterleib als auch kurz nach der Geburt.

Sowohl für die Kinder selbst, als auch für deren Eltern bedeutet ein Schlaganfall gravierende Eingriffe in den Alltag. Je nach Lebensabschnitt stellen sich ganz unterschiedliche Herausforderungen, weiß Chefarzt Dr. Christoph Kretzschmar vom Sozialpädiatrischen Zentrum, einer kinderärztlich geleiteten ambulanten Einrichtung am Städtischen Klinikum. Durch eine Halbseitenlähmung ist Anna-Lena mobil etwas eingeschränkt. 2016 wurde bei ihr außerdem Epilepsie diagnostiziert. An Arm und Bein trägt sie eine Orthese. Für Dr. Kretzschmar ist es wichtig, die Kinder trotz motorischer Einschränkungen nicht zu schonen, sondern sie zu Aktivitäten zu ermutigen.

Hinter der Radebeuler Familie liegen sorgenvolle Jahre und viele Krankenhausbesuche. Was ihnen dabei immer wieder geholfen hat, war der Austausch mit anderen Familien in der gleichen Situation. Deshalb baut Kathleen Möckel-Reuthe nun eine Selbsthilfegruppe auf. Sie wurde regionale Ansprechpartnerin des Schlaganfall Vereins für Kinder aus Nordrhein-Westfalen. Das erste Treffen der neuen Regionalgruppe findet am 1. März in Dresden statt.

Kontakt:

Kathleen Möckel-Reuthe

Mail: dresden@schlaganfall-kinder.de

www.schlaganfall-kinder.de/schaki-regional/dresden