Neue Stolpersteine erinnern an Opfer der NS-Diktatur

Leipzig- In Leipzig gibt es 458 Stolpersteine an 166 verschiedenen Orten. Die Messingplatten sind ein großes Zeichen und erinnern an die Vertreibung und Verfolgung von Juden, politisch Verfolgten, Euthanasie Opfern sowie Sinti und Roma und den vielen weiteren Opfern der NS-Ideologie. 

Am Donnerstag wurden nun 22 weitere Stolpersteine verlegt. Initiiert wurde das Projekt von Künstler Gunter Demnig, er erzählt wie die Aktion entstanden ist.

Wichtig für den Künstler ist, dass die Opfer wieder einen Namen bekommen und klar wird, dass diese Nachbarn und ganz normale Mitmenschen waren. Durch das Projekt deckt Demnig die Schicksale der Opfer aus Leipzig auf und schenkt ihnen einen Ort der Erinnerung. Schon seit 20 Jahren verlegt er nun Stolpersteine.
Nicht nur in Deutschland gibt es Stolpersteine, auch in weiteren 21 Ländern der EU wurden die Gedenksteine gelegt und es werden sicherlich noch weitere folgen. Wie Demnig gern vom Talmud zitiert „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“.