Neue Stolpersteine für Chemnitz

Chemnitz- Stolpersteine tragen seit mehr als 26 Jahren eine große Bedeutung, denn sie erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Zeit, die man weder vergessen noch schönreden darf.

Zu den bestehenden 195 Stolpersteinen in Chemnitz kamen am Donnerstag 21 neue Gedenksteine dazu. Diese wurden an 10 verschiedenen Orten in der Stadt verlegt. Der Auftakt der Veranstaltung fand in der Geibelstraße in Gablenz statt. Auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig war mit vor Ort und betonte die Bedeutung der Gedenksteine in der heutigen Zeit. Die Patenschaft für den ersten Stolperstein der an diesem Morgen verlegt wurde, übernahm die Volkshochschule Chemnitz. Grund dafür ist der Name, welcher nun in goldener Schrift auf dem Stein erstrahlt. Gertrud Stern, eine Sozialdemokratin, Freidenkerin und Berufsberaterin aus den 1920er Jahren. Gertrud Stern engagierte sich auf vielfältige Weise in Chemnitz und setzte sich vor allem für Frauen und deren Rechte ein. Sie war unter anderem Leiterin der „Arbeitsgemeinschaft für Frauen“. 1933 geriet sie ins Visier der NS-Machthaber und verbrachte einige Monate in „Schutzhaft“. Dem Konzentrationslager konnte Sie knapp entkommen. Am 29. September 1977 verstarb Gertrud Stern in Karl-Marx-Stadt, Im Anschluss an die feierliche Zeremonie wurde der Stein sorgsam in den Boden gelassen. Zur Ehrung der Frauenrechtlerin wurden Rosen von den Anwesenden neben den Stolperstein gelegt. Ein Zeichen des Gedenkens und gegen das Vergessen.